"Untersuchungen zeigen, dass bislang die überwältigende Mehrheit der Väter ihre Monate parallel zur Mutter nimmt. Das ist für das Familiengefühl herrlich - für die berufliche Entwicklung und die soziale Absicherung der Frauen ist das aber verheerend. Erst recht, wenn der Partner seine drei Monate nun zeitgleich nimmt. Denn dann endet das Elterngeld nach neun Monaten, einen Betreuungsplatz für das Kind gibt es aber erst ab dem ersten Lebensjahr. Das gesellschaftspolitisch sehr progressive Spanien verfolgt ein anderes Modell: Beide Elternteile bekommen 16 Wochen, die nicht übertragbar sind. Die Väterbeteiligung stieg auf nahezu 100 Prozent. Geld vom Staat sollte steuernd wirken. Priens Pläne verpassen leider die Chance, die Gesellschaft gerechter zu machen und die Diskriminierung von Frauen auf dem Arbeitsmarkt abzumildern, indem Männer für Arbeitgeber exakt das gleiche "Ausfallrisiko" bedeuten."/DP/jha
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