"Das Einheitsgedenken geht mittlerweile ritualisiert über die Bühne. Und tatsächlich kann ein Teil dieser Wiedervereinigung (oder war es doch eher ein Anschluss?) als gelungen betrachtet werden. Im Grunde ist all das, was 1989/90 noch als kaum machbar eingestuft wurde, gelöst worden: Die Infrastruktur des Ostens kann sich sehen lassen. Ob Straßen, Schienennetz oder schnelles Internet - diese Kluft ist mehr als geschlossen. Wenn man dem Einheitskanzler Helmut Kohl posthum huldigen mag, blühen die Landschaften vielerorts in Sachsen, Thüringen, Sachsen-Anhalt, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern. Andererseits haben sich manche Gräben eher vertieft. Als Wessi muss man ab jetzt aufpassen: Wer solche Sätze schreibt, läuft Gefahr, von den Ost-West-Gleichmachern überrollt zu werden."/yyzz/DP/nas
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