"Durch Selenskyjs Entscheidung, den Verteidigungsminister zu ersetzen, sehen [die Demonstranten] Kiews langfristige Strategie im Abwehrkampf gegen Russland bedroht. Mychajlo Fedorow hatte das Ministerium wie ein Start-up geführt. Nach seiner Ernennung im bisher schlimmsten Kriegswinter wurde er zu einem Hoffnungsträger. (...) Doch Fedorows Ansätze waren radikal und unkonventionell, brachten ihm einen Konflikt mit der Armeeführung ein. (...) Nach der Absetzung Fedorows fragt man sich, ob der Präsident das Gespür für die öffentliche Meinung, einst eine seiner größten Stärken, verloren hat. Mit den Demos geht aber auch die Zivilgesellschaft ein Risiko ein. Eine Personalfrage wird so maximal aufgeladen. Allein wegen eines neuen Verteidigungsministers wird die Ukraine den Krieg aber nicht verlieren. (...)"/yyzz/DP/men
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