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Pressestimme/'Aftenposten': Viren kennen keine Grenzen

OSLO (dpa-AFX) - Die konservative norwegische Tageszeitung "Aftenposten" meint zum Umgang mit dem Ausbruch des Hantavirus auf einem Kreuzfahrtschiff:

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Ein Mann liest Wirtschaftsnachrichten (Symbolbild).
Quelle: - pixabay.com:

"Auf Teneriffa standen viele dem Anlegen des Schiffes skeptisch gegenüber, darunter auch der Präsident der Kanarischen Inseln, Fernando Clavijo. Glücklicherweise fanden die Proteste kein Gehör.

Die spanischen Behörden haben stattdessen Verantwortung übernommen und Umsicht bewiesen, sowohl gegenüber der lokalen Bevölkerung als auch den Menschen an Bord des Schiffes. Die "Hondius" legte in einem isolierten Bereich des Hafens an, weit entfernt von Wohngebieten. Die Passagiere wurden anschließend in infektionssicheren Fahrzeugen weitertransportiert und danach direkt in ihre Heimatländer ausgeflogen. Dort sollen sie isoliert und mehrere Wochen lang beobachtet werden. (...)

Es ist ermutigend zu sehen, dass die internationale Zusammenarbeit beim Infektionsschutz und bei der Kontaktverfolgung offenbar gut funktioniert. Auch der Generaldirektor der WHO, Tedros Adhanom Ghebreyesus, hat Transparenz gezeigt und klar kommuniziert. Das ist eine deutliche Verbesserung im Vergleich zum Ausbruch von Covid-19 vor sechs Jahren. (...)

Die USA gehören zu den Ländern mit den meisten Passagieren an Bord des Kreuzfahrtschiffes. Die amerikanische Regierung ist im Januar dieses Jahres aus der WHO ausgetreten und hat die finanzielle Unterstützung für die Organisation eingestellt.

Dieser Vorfall sollte eine wichtige Erinnerung daran sein, dass Viren keine Landesgrenzen kennen. Er zeigt auch, warum internationale Zusammenarbeit im Infektionsschutz notwendig ist - und allen zugutekommt. Auch den Amerikanern."/arn/DP/zb

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