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Orban geht, Magyar kommt - Ungarn startet in die Systemwende

BUDAPEST (dpa-AFX) - Mit der Wahl des politischen Senkrechtstarters Peter Magyar zum Ministerpräsidenten geht heute in Ungarn die 16-jährige Ära des Rechtspopulisten Viktor Orban zu Ende. Das im April gewählte Parlament wird der Tagesordnung zufolge in den Nachmittagsstunden den Chef der bürgerlichen Tisza-Partei ins höchste Regierungsamt wählen. Magyar wird anschließend den Amtseid ablegen und damit die Regierungsgeschäfte übernehmen. Nicht weniger als eine Systemwende kündigt sich in dem ostmitteleuropäischen EU-Land an.

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Bei der Parlamentswahl am 12. April sicherte sich Tisza 141 von 199 Mandaten - und hat damit eine verfassungsändernde Zweidrittelmehrheit. Orbans Fidesz-Partei hat bloß noch 52 Abgeordnete. Nur eine einzige weitere Formation vermochte die Fünf-Prozent-Hürde zu überspringen: die rechtsextreme Partei Unsere Heimat (Mi Hazank) errang 6 Mandate.

Nach der Wahl betonte Magyar: "Die Wähler haben uns mit einem enormen Auftrag ausgestattet, was für uns mit einer enormen Verantwortung einhergeht." Ein "menschliches und funktionierendes Ungarn" war das zentrale Versprechen in seinem Wahlkampf, den er mit unermüdlichem persönlichem Einsatz führte./gm/DP/zb


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