Google
BTC-Echo  | 
aufrufe Aufrufe: 68

OKX-Chef macht Binance für schlechte Marktlage verantwortlich

Die schwierige Marktlage in der sich der Krypto-Space seit Monaten befindet hat für OKX-Chef Star Xu einen klaren Schuldigen – Binance.
  • Der jüngste Abverkauf sorgt nicht nur bei Anleger für eine miese Stimmung, auch der ein oder andere Krypto-CEO scheint dieser Tage eine kurze Zündschnur zu haben. Anders lässt sich der Wutausbruch von Star Xu wohl nicht erklären. Der OKX-Chef machte in einem Post auf X den Konkurrenten Binance für die schlechte Marktlage verantwortlich. Es sei eine “hausgemachte Krise”, schreibt er.
  • Konkret bezieht er sich auf die gewaltigen Liquidationen, die der Krypto-Markt im Oktober vergangenen Jahres erlebte. Damals flossen über 19 Milliarden US-Dollar aus dem Markt. Ein Tag, der die Struktur des Marktes nachhaltig verändert habe, so Star.
  • Hauptverantwortlicher ist seiner Meinung nach Binance. Die größte Krypto-Börse der Welt habe durch aggressive und teils irreführende Marketingmaßnahmen Nutzer zu extremen Risiko-Trades verleitet.
  • Im Mittelpunkt steht der Stablecoin USDe von Ethena, den Binance knapp einen Monat vor dem Oktobercrash ins Angebot aufnahm. Wenig später folgte eine Werbeaktion, bei der Nutzer über Binance Earn 12 Prozent Rendite erhalten konnten, wenn sie USDe hielten.
play Anhören
share Teilen
feedback Feedback
copy Kopieren
newsletter
font_big Schrift vergrößern
— Star (@star_okx) January 31, 2026
  • Das Problem: USDe ist anders besichert als klassische Stablecoins wie USDT oder USDC. Statt Staatsanleihen, greift Ethena auf ein Absicherungsmodell über Derivatemärkte zurück. Einfach gesagt eröffnet Ethena für jeden ausgegebenen USDe eine gleich große Short-Position, um Preisbewegungen der hinterlegten Assets auszugleichen.
  • Dass Binance diesen Unterschied nicht ausführlich adressiert habe, hätte laut Star Xu einen gefährlichen Kreislauf losgetreten. Dieser sei nochmals verstärkt worden, als die Krypto-Börse aktiv den Umtausch von USDT und USDC in Ethenas Stablecoin beworben habe.
  • Nutzer hätten ihre Stablecoin-Bestände in USDe getauscht, den Stablecoin dann als Sicherheit eingesetzt, um mehr USDT zu leihen, die dann wiederum in USDe umgewandelt wurden. Laut dem OKX-CEO hätte dieser Kreislauf zu künstlichen Renditen von bis zu 70 Prozent geführt.
  • “Als die Volatilität zunahm, depeggte USDe kurz. Es kam zu einer Kettenreaktion von Liquidationen, und Schwächen im Risikomanagement bei Vermögenswerten wie WETH und BNSOL verstärkten den Crash noch weiter”, so Star Xus Analyse.
  • Dieses “systemische Risiko” hätte mehr Schaden angerichtet als der Kollaps der Krypto-Börse FTX.
  • Im Krypto-Space scheint der OKX-Chef nicht der einzige Top-Manager zu sein, der diese Meinung vertritt. Solana-Gründer Anatoly Yakovenko teilte den Post auf X. Binance-Gründer Changpeng Zhao entfolgte ihm daraufhin.

Hinweis: ARIVA.DE veröffentlicht in dieser Rubrik Analysen, Kolumnen und Nachrichten aus verschiedenen Quellen. Die ARIVA.DE AG ist nicht verantwortlich für Inhalte, die erkennbar von Dritten in den „News“-Bereich dieser Webseite eingestellt worden sind, und macht sich diese nicht zu Eigen. Diese Inhalte sind insbesondere durch eine entsprechende „von“-Kennzeichnung unterhalb der Artikelüberschrift und/oder durch den Link „Um den vollständigen Artikel zu lesen, klicken Sie bitte hier.“ erkennbar; verantwortlich für diese Inhalte ist allein der genannte Dritte.


Weitere Artikel des Autors

Themen im Trend