Zu Beginn der Handelswoche waren die Ölpreise noch in einer Gegenbewegung nach dem jüngsten Höhenflug gefallen. Zuletzt hat sich aber die Furcht der Anleger vor einer Eskalation der Lage im Nahen Osten verstärkt, nachdem US-Präsident Donald Trump die Einwohner der Millionenstadt Teheran zur Flucht aufgefordert hatte.
An den Finanzmärkten blieb unklar, was der Beweggrund für Trumps Evakuierungsaufruf für die Hauptstadt des Iran war. Sollte es zu einer Eskalation des Krieges kommen, befürchten Investoren auch eine Sperrung der wichtigen Schifffahrtsroute durch die Straße vom Hormus am Zugang zur ölreichen Region am Persischen Golf.
Rohstoffexperte Carsten Fritsch verwies auf die Bedeutung des Iran für den globalen Ölhandel. Verschiedenen Umfragen zufolge habe das Land zuletzt pro Tag etwa 3,3 Millionen Barrel Rohöl gefördert. Zu den Ölexporten des Iran und deren Abnehmern gibt es aber wegen internationaler Sanktionen keine offiziellen Informationen. Laut Daten von Bloomberg hat der Iran zuletzt täglich knapp 1,7 Millionen Barrel exportiert. Nach Einschätzung des Commerzbank-Experten geht davon gut die Hälfte nach China.
Generell gilt der Ölmarkt derzeit als ausreichend versorgt. "Das liegt zum einen an der nur moderat steigenden Nachfrage, zum anderen an einem steigenden Ölangebot des Ölverbunds Opec+", sagte Fritsch. Dabei dürfte die Ölnachfrage weiter durch den anhaltenden Handelskonflikt der USA mit den meisten seiner Handelspartner beeinträchtigt werden./jkr/jsl/he
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