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Ölpreise sinken deutlich - Katar: Alle iranischen Raketen abgefangen

NEW YORK/LONDON (dpa-AFX) - Die Ölpreise sind am Montag im späten Handel kräftig unter Druck geraten. Nach dem US-Angriff auf iranische Atomanlagen am Wochenende hat das islamische Land zurückgeschlagen. Der Iran hat als Vergeltung für die Bombardierung seiner Atomanlagen einen US-Militärstützpunkt in Katar angegriffen. Katar erklärte, dass die iranischen Raketen abgefangen worden seien.

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Eine Bohrinsel im Meer (Symbolbild)
Quelle: - © nielubieklonu / iStock / Getty Images Plus / Getty Images:
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Aus wirtschaftlicher Sicht ist die größte Sorge, dass die Straße von Hormus, eine wichtige Schifffahrtsroute für den Ölhandel, blockiert werden könnte. Zeitweise war der Preis für ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im August bis auf 81,40 US-Dollar gestiegen und damit auf den höchsten Stand seit Mitte Januar. Zuletzt wurde Brent-Öl aber deutlich tiefer bei 72,26 Dollar (Dollarkurs) gehandelt und damit 4,78 Dollar niedriger als am Freitag. Der Preis für ein Barrel der US-Sorte WTI lag bei 69,25 Dollar und damit 4,59 Dollar niedriger als am Freitag.

US-Präsident Donald Trump hatte mit Aussagen in den sozialen Medien von den Ölproduzenten gefordert, die Preise niedrig zu halten. "Haltet alle die Ölpreise unten", schrieb Trump und drohte: "Ich beobachte euch".

Die Entwicklung der Ölpreise hängt vor allem von der Lage im Nahen Osten ab. Seit Beginn des Krieges zwischen Israel und dem Iran am 13. Juni sind die Ölpreise zwischenzeitlich kräftig gestiegen. Am Wochenende haben sich die USA dem Krieg Israels gegen den Iran angeschlossen und unterirdische iranische Atomanlagen bombardiert.

Das Vorgehen von US-Präsident Trump weckt Befürchtungen über eine Ausweitung des Krieges, die auch zu einem Stopp des Schiffsverkehrs durch die Meerenge von Hormus führen könnte. Bei einer längerfristigen Blockade der für den Ölhandel wichtigen Meerenge zum Persischen Golf könnten die Ölpreise nach Einschätzung von Ökonomen auch über die Marke von 100 Dollar je Barrel steigen.

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Chefvolkswirt Carsten Brzeski von der ING Bank sagte, dass sich der Iran bei Vergeltungsmaßnahme für die jüngsten US-Angriffe zurückhalten könnte. Da etwa 80 Prozent der Öllieferungen durch die Straße von Hormus nach Asien fließen, hätte eine Blockade spürbare Auswirkungen für die asiatischen Kunden. "Daher sollte der Iran darauf achten, Länder wie China nicht durch eine Unterbrechung der Ölströme zu verärgern", sagte der Experte./jkr/jha/

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