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Ölpreise geben nach - Spekulation um Opec+ weiter bestimmend

NEW YORK/LONDON (dpa-AFX) - Die Ölpreise sind am Freitagmorgen unter Druck geblieben. Auslöser für den jüngsten Rückgang waren am Donnerstagnachmittag aufkommende Spekulationen zu einer weiteren Erhöhung der Fördermengen durch den Ölverbund Opec+.

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Offshore-Plattform (Symbolbild).
Quelle: - © curraheeshutter / iStock / Getty Images Plus / Getty Images:
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Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Juli kostete 64 US-Dollar und damit 0,44 Dollar (Dollarkurs) weniger als am Vortag. Damit ist es der vierte Verlusttag in Folge für das Nordseeöl. Der Preis für ein Barrel der US-Sorte WTI fiel um 0,45 Dollar auf 60,75 Dollar. Sollte der Trend anhalten, wäre es für die Ölpreise die erste Verlustwoche seit drei Wochen.

Die Nachrichtenagentur Bloomberg berichtete am Vortag über eine mögliche weitere Anhebung der Fördermenge. Die Ölfördergemeinschaft Opec+ könnte demnach beim Treffen am 1. Juni eine Erhöhung der Produktion um durchschnittlich 411.000 Barrel pro Tag beschließen. Die Nachrichtenagentur berief sich auf namentlich nicht genannte Delegierte. Zuvor hatte der Ölverbund bereits die Produktion angehoben.

Der Fokus am Markt richte sich nun zunehmend auf die OPEC+ und was die Organisation mit Blick auf ihr Ölangebot entscheide, erklärte Rohstoffexperte Warren Patterson von der ING Groep (ING Groep Aktie). Eine deutliche Angebotserhöhung im Juli würde eine Veränderung der Strategie der Opec+ von Preis-Verteidigung zu Marktanteil-Verteidigung bedeuten.

Zur Wochenmitte hatte noch ein überraschender Anstieg der Ölreserven in den USA die Notierungen unter Druck gesetzt. Steigende Ölreserven in der größten Volkswirtschaft der Welt belasten in der Regel die Ölpreise. Im Jahresverlauf haben sich die Ölpreise unter anderem wegen der Sorgen über die Konjunkturentwicklung um gut 14 Prozent verbilligt. Vor allem die von US-Präsident Donald Trump ausgelösten Zollkapriolen Anfang April haben die Ölpreise gedrückt./stk/zb/jha/

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