Im Tagesverlauf bauten die Ölpreise die Verluste aus dem frühen Handel ein Stück weit aus, gaben sie aber nur einen kleinen Teil der jüngsten Gewinne wieder ab. In der Nacht hatte sich der Brent-Preis zeitweise noch bei gut 78 Dollar dem Hoch vom vergangenen Freitag genähert, als sie infolge des Angriffs Israels auf Atom- und Militäranlagen des Iran deutlich nach oben gesprungen waren.
Nach wie vor bleibt der militärische Schlagabtausch zwischen Israel und dem Iran das beherrschende Thema am Ölmarkt. In den vergangenen Tagen haben sich beide Länder gegenseitig mit schweren Angriffen überzogen. Bisher ist der Konflikt aber nicht auf andere Länder der Region übergriffen. Außerdem wurde die Straße von Hormus als wichtige Schifffahrtsroute nicht unterbrochen.
"Eine mögliche Blockade der Straße von Hormus durch den Iran bleibt das wichtigste marktbewegende Ereignis für die Ölmärkte", sagte Analyst Mukesh Sahdev vom norwegischen Analysehaus Rystad Energy. Seiner Einschätzung nach gebe es bisher "keine Anzeichen dafür, dass ein solches Szenario in Sicht ist".
"Ohne eine solche Eskalation sollte angesichts ausreichend freier Produktionskapazitäten anderer Opec-Staaten der Spielraum für weitere Ölpreisanstiege begrenzt sein, was wiederum das Potenzial für negative Konjunktureffekte auf die Weltwirtschaft einschränkt", schreiben Experten der Dekabank./jkr/jsl/he
Hinweis: ARIVA.DE veröffentlicht in dieser Rubrik Analysen, Kolumnen und Nachrichten aus verschiedenen Quellen. Die ARIVA.DE AG ist nicht verantwortlich für Inhalte, die erkennbar von Dritten in den „News“-Bereich dieser Webseite eingestellt worden sind, und macht sich diese nicht zu Eigen. Diese Inhalte sind insbesondere durch eine entsprechende „von“-Kennzeichnung unterhalb der Artikelüberschrift und/oder durch den Link „Um den vollständigen Artikel zu lesen, klicken Sie bitte hier.“ erkennbar; verantwortlich für diese Inhalte ist allein der genannte Dritte.