Sven Wagner
Sven Wagner
Nvidia, bekannt für seine führende Rolle in der Entwicklung von KI-Chips, nutzt seine technologische Basis, um den nächsten großen Sprung zu wagen: die Robotik. Mit dem neuen Jetson Thor, einer kompakten und leistungsstarken Plattform für humanoide Roboter, strebt das Unternehmen an, eine zentrale Rolle in der Verschmelzung von generativer KI und Robotik zu spielen. Diese Kombination, auch als "physische KI" bezeichnet, soll Maschinen befähigen, menschenähnliche Aufgaben mit größerer Effizienz und Intelligenz zu meistern.
Deepu Talla, Nvidias Vice President für Robotik, sieht darin einen historischen Moment für die Branche. Der Vergleich mit dem Durchbruch von ChatGPT für generative KI verdeutlicht, welche Bedeutung Nvidia (Nvidia Aktie) diesem Schritt beimisst.
Um seine Vision zu realisieren, verfolgt Nvidia eine integrierte Strategie: die Bereitstellung von Hardware, Software und Simulationsumgebungen. So bietet das Unternehmen umfassende Lösungen, die es Kunden erleichtern, Robotikprojekte effizient zu starten und umzusetzen.
Die Simulationsplattform "Omniverse" erlaubt das virtuelle Training von Robotern, bevor diese in der realen Welt zum Einsatz kommen. Diese Methode adressiert eines der größten Hindernisse in der Branche, die sogenannte "Sim-to-Real-Gap". Zusammen mit leistungsstarken KI-Chips wie dem Jetson Thor entsteht ein nahtloser Entwicklungsprozess.
| Strategie | Hebel | |||
| Steigender Kurs |
Call
|
5
|
10
|
20
|
| Fallender Kurs |
Put
|
5
|
10
|
20
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Im Februar 2024 unterstrich Nvidia seine Ambitionen durch eine Beteiligung an Figure AI, einem Start-up, das auf humanoide Roboter spezialisiert ist. Gemeinsam mit Microsoft (Microsoft Aktie) und OpenAI unterstützte Nvidia das Unternehmen, dessen Bewertung bereits bei 2,6 Milliarden US-Dollar liegt. Dies signalisiert das Vertrauen in das Wachstumspotenzial dieses Marktes.
Der weltweite Robotikmarkt wird laut BCC Research bis 2029 auf ein Volumen von 165 Milliarden US-Dollar anwachsen. Dennoch ist der Sektor weiterhin mit Herausforderungen konfrontiert, darunter hohe Entwicklungskosten und Sicherheitsfragen.
Die Sicherheit bleibt eine zentrale Herausforderung in der Robotik. Zwar hat Nvidia bedeutende Fortschritte erzielt, doch David Rosen von der Northeastern University warnt, dass derzeit keine umfassenden Werkzeuge existieren, um die Zuverlässigkeit von KI-gestützten Robotern zu garantieren. Dies könnte ein limitierender Faktor für die breite Akzeptanz und den Einsatz von Robotiktechnologien sein.
Nvidia ist kein Neuling im Bereich der KI-gesteuerten Technologien. Die Ursprünge der Jetson-Plattform gehen auf die Entwicklung von Chips für Smartphones zurück. Heute setzen Branchenführer wie Toyota, Boston Dynamics und Amazon (Amazon Aktie) auf diese Technologie. Amazon verwendet Nvidias Simulationsplattform bereits in mehreren Logistikzentren, um Effizienzsteigerungen zu erzielen.
Mit Jetson Thor, der für das erste Halbjahr 2025 angekündigt ist, und einem klaren Fokus auf physische KI positioniert sich Nvidia erneut als Schrittmacher in einer zukunftsweisenden Branche.
Quelle: eulerpool.com
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