NRW: Warnstreiks treffen auch am Montag wieder Busse und Bahnen
DÜSSELDORF (dpa-AFX) - Am Montag müssen Fahrgäste in mehreren Städten Nordrhein-Westfalens erneut mit Einschränkungen bei Bussen und Bahnen rechnen. Der Grund: Verdi hat zu weiteren Warnstreiks an zahlreichen Betriebshöfen des Nahverkehrs aufgerufen. Die Auswirkungen werden nach Einschätzung der Gewerkschaft unterschiedlich groß sein - auch ein nahezu kompletter Ausfall des Angebots sei möglich.
Insgesamt gibt es nach Angaben eines Verdi-Sprechers Aufrufe zur Arbeitsniederlegung in 19 Betrieben. Darunter seien etwa Unternehmen in Wuppertal, Mönchengladbach, Krefeld, Castrop-Rauxel, Herne, Bottrop, Oberhausen, Dortmund, Bielefeld und Köln.
Die Dortmunder Stadtwerke (DSW) etwa teilten mit, dass in Dortmund und Schwerte keine Stadtbahnen und Busse fahren werden. Aufgerufen zum Warnstreik seien zwar die rund 400 Fahrerinnen und Fahrer von Stadtbahnen - deren Ausstand wirke sich aber flächendeckend auch auf das Busangebot aus. Grund seien die engen Verknüpfungen zwischen dem Stadtbahn- und dem Busnetz.
In manchen Städten fällt auch nur ein Teil des Nahverkehrs aus
In Köln dagegen sind nach Angaben der Kölner Verkehrs-Betriebe (KVB) lediglich eine Reihe überwiegend linksrheinisch verkehrender Buslinien betroffen. Der Stadtbahnbetrieb könnte grundsätzlich aufrechterhalten werden. Fahrgäste müssten sich allerdings auf Beeinträchtigungen einstellen.
Die Niederrheinischen Verkehrsbetriebe (NIAG) wiederum gehen von "möglichen Ausfällen von bis zu zehn Prozent der Fahrten aus", wie sie mitteilten. Ein weitgehender Ausfall des Betriebs sei auszuschließen.
Auslöser für die Warnstreiks, die schon in den vergangenen Tagen den Nahverkehr in diversen Städten betrafen, ist der Tarifkonflikt im kommunalen Nahverkehr. Dabei geht es um die Arbeitsbedingungen von etwa 30.000 Beschäftigten in rund 30 Nahverkehrsbetrieben in NRW. In zwei Verhandlungsrunden ist bislang keine Einigung erzielt worden.
Die dritte Tarifrunde beginnt am Dienstag (24. März) und ist für mehrere Tage angesetzt. Während der Verhandlungen sind keine Warnstreiks geplant./idt/DP/zb
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