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Neue Fernwärmeleitung zum Flughafen Hamburg - Bauarbeiten beginnen

HAMBURG (dpa-AFX) - Bauarbeiten für eine neue Fernwärmeleitung zum Flughafen werden den Verkehr im Hamburger Norden von diesem Montag an beeinträchtigen. Die 4,7 Kilometer lange Leitung soll entlang der Otto-Wels-Straße im Stadtteil Winterhude über die ehemalige Hindenburgstraße in Alsterdorf bis zum Flughafenareal am Weg beim Jäger (Fuhlsbüttel) gehen. Das gesamte Bauprojekt ist in zehn Abschnitte unterteilt, die teilweise parallel abgewickelt werden. Die Arbeiten sollen bis Ende 2028 dauern.

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Ein Wartebereich im Flughafen Frankfurt.
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Zunächst wird nach Angaben der Hamburger Energiewerke in der Nähe des Flughafens ein Abschnitt der ehemaligen Hindenburgstraße, die seit vergangenem Jahr Traute-Lafrenz-Straße heißt, bis voraussichtlich November gesperrt. Zwei Buslinien (23 und 28) müssen umgeleitet werden. Daran schließt sich die Sperrung eines weiteren Abschnitts der Straße bis zum Frühjahr 2027 an. Außerdem wird der Weg beim Jäger an der Einfahrt zur Lufthansa Technik ab diesem Frühjahr für mehrere Monate voll gesperrt, wie aus einer Antwort des Senats auf eine Kleine Anfrage der CDU-Bürgerschaftsfraktion hervorgeht.

U-Bahnline ab Juli für drei Monate unterbrochen

Mit weiteren Bautätigkeiten von Hamburg Wasser auf der Alsterkrugchaussee und der Hochbahn sei die Maßnahme abgestimmt, erklärten die Energiewerke. Über die Alsterkrugchaussee, die Teil der Bundesstraße B433 ist, verläuft die Umleitungsstrecke. Bis mindestens Mitte April ist an einer Baustelle die rechte Fahrbahn gesperrt, wie eine Sprecherin von Hamburg Wasser sagte. Die U-Bahnlinie U1 soll von Mitte Juli bis Mitte Oktober für Bauarbeiten zwischen den Stationen Lattenkamp und Fuhlsbüttel Nord unterbrochen werden. Die Ersatzbusse müssen die im Bau befindliche Fernwärmetrasse queren. Das Ersatzkonzept befinde sich noch in der Ausarbeitung, erklärte der Senat.

Ziel des Projekts ist, den Flughafen und die Lufthansa Technik an das Fernwärmenetz anzuschließen. Dadurch können nach Angaben der Energiewerke jährlich rund 17.000 Tonnen CO? eingespart werden. Zum Vergleich: Laut dem Klimaplan des rot-grünen Senats stieß ganz Hamburg im Jahr 2023 gut 11,7 Millionen Tonnen Kohlendioxid aus. Das Projekt würde den Ausstoß also um knapp 0,15 Prozent verringern. Bis 2030 sollen die CO?-Emissionen Hamburgs um 47 Prozent im Vergleich zu 2023 sinken.

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Ab 2030 keine Wärme mehr aus Steinkohle

Um das Ziel zu erreichen, soll bis spätestens 2023 keine Steinkohle mehr zur Wärmeerzeugung verwendet werden. Zwei sogenannte Energieparks im Hafen und am Kraftwerksstandort Tiefstack sollen Abwärme aus Industriebetrieben, der Müllverbrennung und aus Klärwerksprozessen ins Netz speisen. Eine zentrale Funktion wird dabei ein neues Gaskraftwerk im Hafen übernehmen. In Tiefstack soll in der nächsten Woche der Bau eines Wärmespeichers beginnen. In Moorburg dauern die Abrissarbeiten eines vor gut zehn Jahren in Betrieb genommenen großen Steinkohlekraftwerks an. Auch in anderen Stadtteilen werden zurzeit Fernwärmeleitungen gebaut. "Leider können wir nicht verhindern, dass der Verkehrsfluss auch mal beeinträchtigt wird", heißt es dazu auf der Internetseite der Energiewerke./bsp/DP/zb

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