Ein Verkauf ist damit nicht bestätigt. Transfers zu Coinbase Prime gelten am Markt jedoch häufig als Signal dafür, dass institutionelle Halter Liquidität schaffen, Positionen neu strukturieren oder Handelsaktivität vorbereiten.
Die Aktie von Forward Industries reagierte vorbörslich mit Verlusten. Am Freitag notierte FWDI bei 3,97 US-Dollar und damit rund 6 Prozent unter dem Schlusskurs vom Donnerstag bei 4,22 US-Dollar.
Der Transfer kommt zu einem heiklen Zeitpunkt. Forward Industries hatte im September 2025 eine Solana-Treasury-Strategie gestartet und sich damit als größter börsennotierter Unternehmenshalter von SOL positioniert.
Laut Unternehmensangaben kaufte Forward Industries seit dem Start der Strategie rund 6,83 Millionen SOL zu einem durchschnittlichen Preis von 232,08 US-Dollar je Token. Die Gesamtkosten beliefen sich damit auf rund 1,59 Milliarden US-Dollar.
Seitdem ist der Solana-Kurs deutlich gefallen. Bei einem SOL-Preis von rund 66 US-Dollar ist die SOL-Reserve nur noch etwa 455 Millionen US-Dollar wert. Daraus ergibt sich ein nicht realisierter Verlust von rund 1,14 Milliarden US-Dollar.
Forward Industries ist damit ein weiteres Beispiel für die Risiken börsennotierter Unternehmen, die große Teile ihrer Bilanz an Krypto-Assets binden. In steigenden Märkten können solche Strategien den Aktienkurs stark antreiben. In fallenden Marktphasen rückt dagegen die Frage in den Vordergrund, wie belastbar die Bilanz ist und ob Unternehmen gezwungen sein könnten, Bestände zu verkaufen.
Nach den zuletzt verfügbaren Unternehmensdaten hält Forward Industries weiterhin mehr als 7 Millionen SOL. Damit bleibt das Unternehmen der größte öffentlich gelistete Solana-Halter.
Erst vor wenigen Tagen sorgte Treasury-Gigant Strategy mit einem Bitcoin-Verkauf für Turbulenzen am Krypto-Markt.
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