MongoDB geht nach Top-Zahlen nachbörslich steil: +32 Prozent
Der Datenbank-Spezialist MongoDB liefert im zweiten Geschäftsquartal deutlich bessere Ergebnisse als erwartet. Sowohl der bereinigte Gewinn als auch der Umsatz übertreffen die Prognosen. Auch die Abo-Erlöse ziehen kräftig an. Die Aktie sprang nach Börsenschluss um fast 32 Prozent. Rückenwind kommt von KI-Projekten und einer optimistischen Prognose.
Der Datenbank-Spezialist aus New York meldete für das im Juli beendete Quartal einen bereinigten Gewinn von 1,00 US-Dollar je Aktie. Das ist ein Plus von 42,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr und liegt deutlich über den erwarteten 0,67 US-Dollar. Der Umsatz kletterte um 24 Prozent auf 591 Millionen US-Dollar und lag damit deutlich über den prognostizierten 554 Millionen US-Dollar.
Die Aktie reagierte prompt: Nach Börsenschluss stieg die Aktie an der Nasdaq um knapp 33 Prozent auf 282,80 US-Dollar.
Besonders stark war das Abo-Geschäft. Die wiederkehrenden Erlöse erhöhten sich um 23 Prozent auf 572 Millionen US-Dollar (Konsens: 532 Millionen US-Dollar).
CEO Dev Ittycheria betonte den KI-Schub im Kundenstamm: „Viele unserer jüngst gewonnenen Kunden bauen KI-Anwendungen – ein Beleg dafür, dass unser Wertversprechen in der KI-Ära verfängt und MongoDB sich als Schlüsselbaustein im KI-Infrastruktur-Stack etabliert.“ Die Cloud-Plattform Atlas, die über verschiedene Hyperscaler hinweg funktioniert, bleibt dabei der Wachstumsmotor. MongoDB zählt inzwischen mehr als 50.000 Nutzer.
Für das laufende Quartal peilt das Unternehmen Umsätze zwischen 587 Millionen und 592 Millionen US-Dollar an und liegt damit über den zuvor am Markt erwarteten 582 Millionen US-Dollar.
Nach einem massiven Kursanstieg von über 200 Prozent zwischen November 2022 und Februar 2024 hatten die Papiere zuletzt jedoch den Schwung verloren: Vor dem Sprung am Dienstag lagen sie seit Jahresbeginn 8 Prozent im Minus und auf Sicht von zwölf Monaten 13 Prozent tiefer. Belastungsfaktoren waren branchenweit Sorgen, KI-Algorithmen könnten etablierte Software-Modelle unter Druck setzen.
Autor: sbh-Redaktion/FH
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