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Milliardenmaschine Servicegeschäft: Warum Siemens Energy laut BofA deutlich mehr wert ist

Von ihrem Höchststand bei 171 Euro ist die Siemens-Energy-Aktie rund 16 Prozent zurückgekommen. Doch die Bank of America sieht bei Siemens Energy noch deutliches Kurspotenzial. Das ist der unterschätzte Gewinnmotor.
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Die Siemens Energy AG ist aus der Abspaltung der Gas- und Stromsparte von der Siemens AG entstanden.
Quelle: - ©Siemens Energy AG
Siemens Energy AG 179,30 € Siemens Energy AG Chart +2,31%
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Zum Wochenstart belastet vor allem die Sorge vor explodierenden Logistik- und Materialkosten die Stimmung der Anleger bei Siemens Energy. Die Papiere verlieren rund 5 Prozent. Da der Energietechnik-Konzern auf tonnenschwere Infrastrukturkomponenten und energieintensive Vorprodukte wie Stahl angewiesen ist, droht der drastische Anstieg der Energiepreise die Margen in den prall gefüllten Auftragsbüchern zu schmälern.

Unterdessen bescheinigen die Analysten der Bank of America der Aktie weiterhin erhebliches Aufwärtspotenzial. In einer neuen Studie hebt das US-Institut sein Kursziel auf 220 Euro an – zuvor lag es bei 200 Euro. Damit sehen die Analysten mehr als 40 Prozent Kurspotenzial für die Aktie. Der Energietechnikkonzern zählt laut der Bank zudem zu den wichtigsten europäischen Investmentideen für das Jahr 2026.

Im Zentrum der positiven Einschätzung steht ein Geschäftsfeld, das aus Sicht der Analysten bislang deutlich unterschätzt wird: das Servicegeschäft rund um Gasturbinen. Nach Einschätzung der Bank könnte der Gewinn in diesem sogenannten Aftermarket-Segment bis 2035 auf fast 5 Milliarden Euro steigen und sich damit etwa verdreifachen.

Der wichtigste Treiber ist eine wachsende installierte Basis von Turbinen. Die Analysten erwarten, dass die weltweit im Einsatz befindlichen Anlagen von Siemens Energy in den kommenden Jahren um mehr als 30 Prozent zunimmt. Gleichzeitig steigt der Anteil langfristiger Wartungsverträge. Mittlerweile schließen nahezu alle Käufer neuer Turbinen Serviceverträge mit Laufzeiten von rund 20 Jahren ab. Diese Verträge sorgen für gut planbare Einnahmen und stabile Margen.

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Hinzu kommt laut Bank of America (Bank of America Aktie) eine ungewöhnlich starke Preissetzungsmacht. Das Servicegeschäft für komplexe Energietechnik sei weniger austauschbar als in vielen anderen Industriebereichen. Während etwa bei Aufzügen, Kompressoren oder Bergbaumaschinen oft mehrere Anbieter um Wartungsverträge konkurrieren, liege die sogenannte Servicebindung bei Gasturbinen bei über 90 Prozent.

Aus Sicht der Analysten rechtfertigt diese Struktur eine höhere Bewertung des Unternehmens. In ihrem Bewertungsmodell setzen sie für das Servicegeschäft eine deutlich höhere Gewinnbewertung an als für das zyklischere Turbinengeschäft selbst.

Kurzfristig profitieren die Ergebnisse zudem von einer starken Nachfrage nach neuen Gaskraftwerksanlagen. In den vergangenen zwei Jahren haben sich die globalen Bestellungen für Gasturbinen laut Analyse mehr als verdoppelt. Diese Aufträge wirken sich in den kommenden Jahren positiv auf Umsatz, Margen und Cashflow aus.

Auch beim freien Cashflow erwarten die Analysten deutlich stärkere Ergebnisse als bislang im Markt angenommen. Für 2026 rechnen sie mit rund 6,2 Milliarden Euro vor Steuern – deutlich mehr als die aktuelle Unternehmensprognose von 4 bis 5 Milliarden Euro.

Sollte sich diese Entwicklung bestätigen, könnte Siemens Energy bis 2028 rund 7 Milliarden Euro an zusätzlicher Liquidität aufbauen – selbst nach einem geplanten Aktienrückkaufprogramm und größeren Investitionen.

Autor: Ariva-Redaktion/ js

 


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