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Merz zu Trumps Zollplänen: 'Will ganz Europa treffen'

BERLIN (dpa-AFX) - Kanzler Friedrich Merz betrachtet die von US-Präsident Donald Trump angekündigten höheren Zölle für Autos aus der EU nicht als Maßnahme besonders gegen Deutschland. "Er will ganz Europa treffen", sagte der CDU-Politiker in der ARD-Sendung "Caren Miosga". Trump sei auch "zu Recht ein bisschen enttäuscht" darüber, dass die EU mit dem im August 2025 vereinbarten Zollabkommen mit den USA nicht zu einem Abschluss gekommen sei. Im Europäischen Parlament gebe es bis heute Widerstände dagegen.

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Friedrich Merz beim EPP Kongress in München im Mai 2023
Quelle: - ©European People's Party, cc-by-2.0:

Merz erläuterte, Trump werde ungeduldig, dass auf der europäischen Seite immer wieder neue Bedingungen formuliert würden. "Die Amerikaner haben es fertig und die Europäer nicht." Der Kanzler sagte: "Deswegen wünsche ich mir, dass wir hier möglichst schnell zu einem Abkommen kommen."

Im August 2025 hatten sich Trump und EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen in einem Rahmenabkommen auf eine Zollobergrenze von 15 Prozent auf die meisten EU-Warenimporte in die USA geeinigt. Auch für europäische Autos und Autoteile sollte der Satz gelten.

Trump kündigte nun am Freitag an, er wolle Zölle auf Autos und Lastwagen, die aus der EU in die USA eingeführt werden, von kommender Woche an auf 25 Prozent erhöhen. Er begründete das damit, dass sich die EU nicht an das vereinbarte Handelsabkommen halte./sam/DP/zb


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