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Wochenrückblick KW 18-2026: FOMO stärker als Öl – Märkte zwischen Nervosität und Rallye!

Öl hoch, Nahost unsicher – und trotzdem bleibt FOMO der Treiber. Zentralbanken bremsen, Tech zieht weiter. Nickel glänzt dank Defizit-Sorgen, Silber/Platin schwächeln. Nächste Woche: US-Jobs & neue Earnings.
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Sehr geehrte Leserinnen und Leser,

die abgelaufene Handelswoche war ein Paradebeispiel für das neue Börsenparadoxon: Ölpreise hoch, geopolitischer Stress hoch – und trotzdem bleibt der Markt erstaunlich widerstandsfähig. Die Kurse schwankten nervös, weil der Nahost-Konflikt weiter ungelöst ist und die Blockade der Straße von Hormus wie ein Dauerbrenner auf Inflation, Wachstum und Notenbankpolitik wirkt. Gleichzeitig zieht die Angst, die Rallye zu verpassen (FOMO) weiterhin Kapital in Technologie- und Qualitätswerte – selbst dann, wenn die Rahmenbedingungen eigentlich nach Risikoabbau schreien.

 

Marktgeschehen: Zentralbanken bremsen – aber die Börse will weiter!

 

Die Woche war geprägt von einem dichten Nachrichtenstrom: Entscheidungen großer Notenbanken in Japan, den USA, der Eurozone und Großbritannien trafen auf eine Berichtssaison, die bei vielen Titeln heftige Einzelreaktionen auslöste. Die zentrale Botschaft der Währungshüter war nahezu einheitlich: Status quo – und wachsam bleiben. Der Grund liegt auf der Hand: Solange Öl teuer bleibt und Hormus nicht wieder normalisiert ist, droht ein neuer Inflationsimpuls. Zinssenkungen werden dadurch schwieriger zu rechtfertigen, und genau deshalb bleiben die Märkte so empfindlich gegenüber jeder Schlagzeile aus dem Konfliktgebiet.

 

Berichtssaison: Magnificent Seven unter Beobachtung!

 

In den USA gilt weiter: Wer die Richtung des Marktes verstehen will, muss auf die Schwergewichte schauen. Die Magnificent Seven stehen für rund ein Viertel der Marktkapitalisierung des S&P 500 – ihre Zahlen und vor allem ihre Ausblicke sind damit praktisch ein Index-Event. Die entscheidende Frage lautet aktuell nicht „Wie hoch sind die Umsätze?“, sondern: „Wie viel investieren sie – und wie profitabel wird das wirklich?“ Die Kursreaktionen nach den Berichten sind daher der ehrlichste Gradmesser, wie der Markt die KI-Story in der nächsten Phase bewertet.

 

Während einzelne Zahlen überzeugten, blieb das Gesamtbild gemischt – was die Volatilität weiter hoch hält. Der Markt ist nicht im Ausverkauf, aber er ist im „Neu-Sortieren“-Modus: Wer liefert, wird belohnt. Wer enttäuscht, wird gnadenlos abgestraft.

 

Zinsen, Dollar, Öl: Das Dreieck bleibt der Taktgeber!

 

Parallel zu den Aktien blieben Öl und Renditen nahe Jahreshochs – ein Umfeld, das eigentlich nicht zu sorgloser Risikofreude passt. Der US-Dollar fand keinen klaren Trend, was die Bewegungen in Rohstoffen und EM-Anlagen zusätzlich verstärkte. Unterm Strich bleibt das Marktgefühl so: Die Fundamentaldaten mahnen zur Vorsicht, die Positionierung schreit nach FOMO.

 

Rohstoffe: Nickel glänzt – Edelmetalle geraten unter Druck!

 

Bei den Rohstoffen stach in dieser Woche Nickel heraus: Der Preis kletterte auf den höchsten Stand seit Ende Januar, nachdem der International Nickel Study Group (INSG) auf das erste jährliche Angebotsdefizit seit 2021 hinwies. Haupttreiber ist Indonesien – der weltgrößte Produzent – das seine Abbauquoten reduzieren will. Das ist der klassische Mechanismus: Sobald Indonesien die Schraube dreht, reagiert der Markt sofort.

 

Quelle: MinerDeck auf X

 

Andere Industriemetalle litten dagegen unter der geopolitischen Unsicherheit und den Sorgen um den Welthandel. Zink und Aluminium waren besonders schwach. Auch bei den Edelmetallen war die Woche unerquicklich: Platin und Silber verloren jeweils mehr als 5 %, was zeigt, dass selbst „Sicherheitsnarrative“ in einem hochvolatilen Umfeld zeitweise überrollt werden können – vor allem, wenn Dollar, Renditen und Positionierungsabbau gegenläufig wirken.

 

Fazit: Der Markt ist hin- und hergerissen – aber FOMO dominiert noch!

 

Die Märkte stecken zwischen Kräften: Auf der einen Seite teures Öl, geopolitische Risiken und Zentralbanken im Inflationsmodus. Auf der anderen Seite ein Markt, der weiterhin an die Rallye glaubt – und Angst hat, den nächsten Aufschwung zu verpassen. Solange FOMO stärker bleibt als Öl, wird jeder Rücksetzer schnell wieder gekauft – aber die Schwankungen werden hoch bleiben.

 

Ausblick: Jobs, Notenbanken, neue Earnings-Welle!

 

Makroseitig steht nächste Woche vor allem ein Termin im Vordergrund: die US-Arbeitsmarktdaten für April am Freitag. Die Entscheidung der Reserve Bank of Australia am Dienstag dürfte dagegen weniger marktbewegend ausfallen.

 

Unternehmensseitig bleibt es spannend: In den USA berichten Palantir, AMD und Walt Disney. In Europa stehen UniCredit, AB InBev, Novo Nordisk, AXA und Engie im Fokus. Gerade in diesem Umfeld gilt: Guidance schlägt Ergebnis. Wer bei Ausblicken Vertrauen schafft, bekommt die Bewertung. Wer unsicher wirkt, wird abgestraft. Nicht abgestraft werden sollten mittel -und langfristig Rohstoff-Investoren. Warum wir dieser Meinung sind, können Sie in unserem folgenden Wochenrückblick nachlesen.

 

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Viele Grüße und ein glückliches Händchen beim Handeln,

Ihr

Jörg Schulte

 

 

 

Quellen: Marketscreener.com, onvista.de, Reuters.de, eigener Research, Bildquellen: tradingeconomics.com, onvista.de, MinerDeck, Intro Bild: stock.adobe.com

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Disclaimer: Alle im Bericht veröffentlichten Informationen beruhen auf sorgfältiger Recherche. Die Informationen stellen weder ein Verkaufsangebot für die besprochenen Aktien noch eine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren dar. Dieser Bericht gibt nur die persönliche Meinung von Jörg Schulte wieder und ist auf keinen Fall mit einer Finanzanalyse gleichzustellen. Bevor Sie irgendwelche Investments tätigen, ist eine professionelle Beratung durch ihre Bank unumgänglich. Den Ausführungen liegen Quellen zugrunde, die der Herausgeber und seine Mitarbeiter für vertrauenswürdig erachten. Für die Richtigkeit des Inhalts kann trotzdem keine Haftung übernommen werden. Für die Richtigkeit der dargestellten Charts und Daten zu den Rohstoff-, Devisen- und Aktienmärkten wird keine Gewähr übernommen. Die Ausgangssprache (in der Regel Englisch), in der der Originaltext veröffentlicht wird, ist die offizielle, autorisierte und rechtsgültige Version. Diese Übersetzung wird zur besseren Verständigung mitgeliefert. Die deutschsprachige Fassung kann gekürzt oder zusammengefasst sein. Es wird keine Verantwortung oder Haftung: für den Inhalt, für die Richtigkeit, der Angemessenheit oder der Genauigkeit dieser Übersetzung übernommen. Aus Sicht des Übersetzers stellt die Meldung keine Kauf- oder Verkaufsempfehlung dar! Lesen Sie hier - https://www.js-research.de/disclaimer-agb/.

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Jörg Schulte betreibt die Internetseite js-research.de und beschäftigt sich speziell mit Bergbauunternehmen und Minenaktien aus allen Entwicklungsstufen. Zu den Unternehmen aus seiner Beobachtungsliste werden kontinuierlich Updates, Artikel über die Geologie und dem operativen Geschäft veröffentlicht. Dadurch sollen die Leser aktuelle Hintergrundinformationen erhalten, die sie anregen sollen, sich im Eigenstudium tiefer einzuarbeiten. Auf seiner Internetseite können Sie sich für den kostenlosen & unverbindlichen Newsletter eintragen, der Sie zeitnah über aktuelle Geschehnisse zu Werten aus der Beobachtungsliste und dem Rohstoffmarkt informiert.
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