Nun können andere Parteien im gewählten Plenum des Inselrates Ideen und Einwände vorbringen, ehe der Vorschlag dann dem Insel-Parlament vorgelegt wird, das darüber abstimmt. Mit der Einführung der Regeln, die auch viele deutsche Urlauber betreffen könnten, ist nicht vor 2026 zu rechnen.
Geplantes Gesetz soll Zahl der Autos reduzieren
Mit dem geplanten Gesetz will der Inselrat die Zahl der Autos reduzieren. Allein 2023 seien 400.000 Autos mit Fähren auf Mallorca angekommen, heißt es in einer Pressemitteilung. Im Entwurf wird ausgeführt, dass 71 Prozent aller Autos, die seit 2020 die Insel erreichten, von Urlaubern oder Zweithausbesitzern gefahren werden, die nicht auf Mallorca gemeldet sind.
Zudem sind weitere Maßnahmen vorgesehen. Wie bereits auf den Nachbarinseln Ibiza und Formentera soll es künftig auch auf Mallorca eine Einreisesteuer für Autos geben. Die Fährgesellschaften sollen kontrollieren, dass der bislang noch nicht festgelegte Betrag beim Inselrat entrichtet wurde. Es sind einige Ausnahmen von der Abgabenpflicht vorgesehen, so für Residenten, Zweithausbesitzer, Lastwagen oder auch Menschen mit Behinderung.
Verstöße sollen mit 300 bis 30.000 Euro bestraft werden
Wer auf Mallorca eine Immobilie besitzt, aber den Wohnsitz weiter im Ausland behält, soll nur noch mit einem Auto pro Immobilie auf der Insel fahren dürfen. Das muss auch bei der spanischen Verkehrsbehörde angemeldet sein. Wie viele Zweithausbesitzer derzeit mehr als ein Auto haben, ist nicht bekannt. "Wir haben Daten bei der Verkehrsbehörde angefragt", sagte ein Sprecher des Inselrates.
Zudem will der Inselrat eine Obergrenze festlegen, wie viele Fahrzeuge auf den Inselstraßen unterwegs sein dürfen. Das soll in erster Linie die Mietwagenflotten beschränken.
Verstöße gegen die geplanten Regeln sollen mit 300 bis 30.000 Euro bestraft werden. Zudem könnte der Inselrat für vier Monate das Auto einkassieren oder die Erlaubnis entziehen, auf Mallorca fahren zu dürfen./rpz/DP/mis
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