London treibt Verstaatlichung von British Steel voran
LONDON (dpa-AFX) - Die vollständige Verstaatlichung des britischen Stahlkonzerns British Steel soll noch in dieser Woche vorangetrieben werden. Premierminister Keir Starmer kündigte am Montag ein entsprechendes Gesetz an. Bereits im vergangenen Jahr hatte die Regierung die operative Kontrolle über das letzte Primärstahlwerk des Landes in Scunthorpe übernommen, um es vor der Schließung durch die chinesischen Eigentümer zu schützen.
Die chinesische Stahlfirma Jingye hatte das Werk, bei dem rund 3.500 Menschen beschäftigt sind, Anfang 2020 aus der Insolvenz übernommen. Im vergangenen Jahr hatten hohe Verluste zu der Entscheidung für die Stilllegung der Hochöfen geführt. "Die Schließung des British-Steel-Werks hätte das Ende der britischen Primärstahlproduktion bedeutet", schrieb der britische "Guardian".
Kein Käufer für British Steel gefunden
Im vergangenen Jahr hatte die Regierung die Hoffnung geäußert, einen Käufer für British Steel zu finden. Das sei nicht gelungen, sagte Starmer nun. Voraussetzung für die Verstaatlichung ist, dass die Produktion wichtig für das Land ist oder strategischen Interessen dient.
Das Hochofenwerk in Scunthorpe ist das letzte im Vereinigten Königreich, das aus Eisenerz und Koks Primärstahl produzieren kann. Dieser ist - anders als die Stahlprodukte aus Elektrolichtbogenöfen, die Stahlschrott einschmelzen - für mehr industrielle Anwendungen geeignet, beispielsweise im Motorenbau, Bauwesen und in der Schifffahrt./mj/DP/mis
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