RIGA (dpa-AFX) - In Lettland hat der Grenzschutz bei einer Fahrzeugkontrolle nahe der Ostgrenze des baltischen EU-Landes zu Belarus einen mutmaßlichen Schleuser aus Deutschland festgenommen. Der Mann sei mit sechs Personen ohne gültige Reisedokumente, Visa und Aufenthaltsgenehmigungen in einem Auto unterwegs gewesen. Dabei handelte es sich den Angaben zufolge um Migranten, die zuvor illegal die belarussisch-lettische Grenze überquert hatten.
Für dich zusammengefasst:
In Lettland wurde ein deutscher Schleuser verhaftet.
Er hatte sechs Personen ohne gültige Dokumente im Auto.
Bereits 7.000 Migranten wurde in diesem Jahr der Zugang verwehrt.
In ihrer Mitteilung veröffentlichte die Behörde ein Bild des Fahrzeugs mit den aufgegriffenen Personen, die zur Grenze nach Belarus zurückgebracht worden seien. Gegen den deutschen Staatsbürger wurde ein Strafverfahren wegen illegaler Personenbeförderung über die Staatsgrenze eingeleitet - ihm droht eine Haftstrafe. Nähere Angaben zu seiner Person und Herkunft konnte eine Sprecherin des Grenzschutzes auf Anfrage nicht machen.
Lettland grenzt im Osten auf einer Länge von rund 172 Kilometern an Russlands engen Verbündeten Belarus. Der Ostseestaat beschuldigt - wie auch Polen und Litauen - den belarussischen Machthaber Alexander Lukaschenko, in organisierter Form Migranten an die EU-Außengrenze zu bringen, um Druck auf den Westen auszuüben.
Nach Angaben der Behörden wurden in diesem Jahr bislang gut 7.000 Migranten daran gehindert, irregulär die Grenze zu überqueren. Zudem seien 94 Strafverfahren gegen 80 Personen wegen illegaler Personenbeförderung oder der Beihilfe zum illegalen Aufenthalt in Lettland eingeleitet worden./awe/DP/stw
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