- LBBW steigerte 2025 ihren Vorsteuergewinn um 4 %.
- Die Risikovorsorge lag bei 332 Millionen Euro.
- Die Erträge beliefen sich 2025 auf 4,25 Milliarden Euro.
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Vorstandschef Rainer Neske teilte mit: "Bei allen Herausforderungen war 2025 ein erfolgreiches Jahr für die LBBW und lag über unseren Erwartungen." Das Ergebnis sei Ausdruck finanzieller Stabilität und Widerstandsfähigkeit. Beim Blick auf das laufende Jahr gab sich Neske vorsichtig. Man peile ein operatives Ergebnis von mehr als 1,1 Milliarden Euro an - also etwas weniger als 2025. Angesichts der vielen Herausforderungen trete man aber nicht auf die Bremse, sondern gehe mit einer gesunden Portion Mut in dieses Jahr.
Weniger Vorsorge für faule Kredite
Die größte deutsche Landesbank ist nach wie vor auf die schwierige Lage der Wirtschaft und die steigenden Insolvenzzahlen eingestellt. Die Risikovorsorge konnte aber etwas zurückgefahren werden. Sie lag 2025 bei 332 Millionen Euro - und damit unter dem Vorjahreswert von 360 Millionen Euro. Entgegen den Befürchtungen habe man im Geschäft mit Unternehmen eine sehr niedrige Risikovorsorge verbuchen können, sagte Finanzchefin Stefanie Münz.
Für Kreditausfälle im Segment Immobilien und Infrastrukturfinanzierung musste demnach aber mehr zurückgelegt werden. Der Anteil leistungsgestörter Kredite hat sich im Jahresvergleich fast verdoppelt - von 0,6 auf das "moderaten Niveau" von 1,0 Prozent. Damit sind Darlehen gemeint, bei denen der Schuldner mit der Erfüllung seiner Pflichten bereits in Verzug geraten ist.
Vorsichtig war der Bankchef bei der Frage, wie sich die Lage im laufenden Jahr entwickeln wird: "Wir können keine Prognose geben auf die Risikovorsorge. Das ist in einem unstetigen Umfeld nicht wirklich projizierbar", sagte Neske. Durch die anhaltende Rezession und enorm steigende Kosten werde die Luft bei dem ein oder anderen Industrieunternehmen und Mittelständlern dünner. Nur weil es 2025 besser gelaufen sei, als erwartet, könne man nicht davon ausgehen, dass das so bleibe. Deswegen sei man zurückhaltend.
LBBW schlägt Millionenausschüttung vor
Die Erträge - also alle Einnahmen des Instituts - lagen 2025 bei 4,25 Milliarden Euro. Das waren sechs Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Treiber waren unter anderem Erträge aus dem Wertpapierhandel und der Vermögensverwaltung. Man habe die richtigen Produkte, sagte Neske. Dem standen Kosten von 2,64 Milliarden Euro gegenüber. Das Plus von gut 200 Millionen Euro geht vor allem auf die Integration der Berlin Hyp, höhere Gehälter und IT-Investitionen zurück. Die Bilanzsumme zum Jahresende sank leicht auf gut 347 Milliarden Euro.
Die Landesbank gehört dem Sparkassenverband im Südwesten, dem Land Baden-Württemberg und der Stadt Stuttgart. Sie sollen ebenfalls von der Geschäftsentwicklung profitieren: Die LBBW will eine Ausschüttung von 350 Millionen Euro für die Anteilseigner vorgeschlagen./jwe/DP/stw
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