BRÜSSEL (dpa-AFX) - Die Europäische Kommission verdächtigt Unternehmen in der Kunstrasenbranche, wettbewerbswidrige Absprachen auf den Märkten in Deutschland und den Niederlanden getroffen zu haben. Ein niederländisches und ein deutsches Unternehmen sollen Preiselemente für das Recycling von Anlagen gemeinsam festgelegt und vertrauliche Informationen über Preise und Produktionskapazitäten ausgetauscht haben, wie die zuständige Behörde in Brüssel mitteilte.
Über den Ausgang des Verfahrens ist mit der Mitteilung der Vorwürfe noch nicht entschieden. Die betroffenen Unternehmen haben nun das Recht, dazu Stellung zu nehmen. Bei einem Verstoß gegen EU-Kartellrecht drohen ihnen laut Mitteilung Geldbußen von bis zu zehn Prozent ihres weltweiten Jahresumsatzes.
Die Kommission hatte bereits im Juni 2023 unangekündigte Durchsuchungen in Betrieben der Kunstrasenbranche in mehreren EU-Mitgliedstaaten durchgeführt. Die nun geäußerten Vorwürfe betreffen einen Zeitraum zwischen 2020 und 2023.
Künstliche Rasenbeläge für Sport- und Spielflächen werden typischerweise für Fußball- und Hockeyplätze eingesetzt. Die Kosten für die Entsorgung des alten Belags sind dabei ein wesentlicher Faktor. Die Idee hinter dem Recycling ist, dass alter Kunstrasen nicht als Müll endet, sondern wieder als neues Produkt genutzt werden kann./vni/DP/stw
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