“Für einen echten, nachhaltigen Bullenmarkt im globalen Krypto-Markt muss zuerst eine schmerzhafte, aber notwendige Bereinigung tausender spekulativer Junk Coins stattfinden”, sagt Cowen.
Mit dieser Einschätzung steht er nicht allein. Schon während des ICO-Hypes warnten prominente Stimmen vor dem Scheitern der meisten Projekte. Cardano-Gründer Charles Hoskinson und Ethereum-Mitgründer Vitalik Buterin rechneten damals damit, dass mehr als 90 Prozent der ICO-Projekte verschwinden würden. Ripple-CEO Brad Garlinghouse sagte 2019 sogar, 99 Prozent aller Kryptowährungen würden langfristig verschwinden.
Auch Arthur Hayes schlug zuletzt einen ähnlichen Ton an. Auf der Consensus Miami 2026 erklärte er, dass “99 Prozent der Altcoins” auf null fallen könnten. Überleben würden aus seiner Sicht nur wenige Projekte, die von echten Liquiditätsströmen profitieren.
Bitcoin konnte zuletzt erstmals seit Ende Januar wieder auf über 81.000 US-Dollar steigen. Dennoch warnen Analysten vor zu viel Optimismus. Die jüngste Erholung könne eher eine “Relief Rally” sein als der Beginn eines nachhaltigen Bullenmarktes.
Ein wichtiger Prüfstein ist der 200-Tage-Durchschnitt bei rund 82.300 US-Dollar. Scheitert Bitcoin an dieser Marke, könnte das Vertrauen der Käufer schnell kippen. Laut technischen Analysten muss BTC vor allem die Zone um 88.880 US-Dollar zurückerobern und als Unterstützung halten. Andernfalls sei ein Rücksetzer in den Bereich von 58.000 bis 62.000 US-Dollar wahrscheinlich.
Für Cowen zeigt die steigende Bitcoin-Dominanz, dass Kapital nicht in riskantere Altcoins rotiert, sondern sich in BTC bündelt oder an die Seitenlinie wandert. Ohne Stablecoins liege die Bitcoin-Dominanz nach Berechnungen seiner Firma bereits über 67 Prozent.
Cowens Fazit ist unbequem: Vor einer neuen Altcoin Season braucht es erst eine echte Kapitulation der schwächsten Projekte. Bis dahin ist die Rückkehr von Bitcoin über 81.000 US-Dollar noch kein Beweis für einen neuen, breiten Krypto-Bullenmarkt.

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