Der kommissarische Generalsekretär zeigte sich kritisch gegenüber der Co-Parteichefin. "Zur Klarheit gehört für mich persönlich auch: Saskia Esken sehe ich dabei - bei allen bisherigen Verdiensten - zukünftig definitiv in keiner führenden Spitzenposition", sagte Fischer. "Das könnte ich auch ehrlicherweise keinem SPD-Mitglied bei mir vor Ort in Brandenburg mehr irgendwie vernünftig erklären."
Gegenwind für Esken
Co-SPD-Chef Lars Klingbeil soll Vizekanzler und Finanzminister werden. Das politische Schicksal von Esken ist bisher offen. Am Montag will die SPD ihre Ministerinnen und Minister für die künftige schwarz-rote Regierung öffentlich machen. Die SPD hatte den Weg für eine schwarz-rote Koalition mit großer Mehrheit der Mitglieder frei gemacht. Sie stimmten bei einem Mitgliederentscheid mit 84,6 Prozent für den Koalitionsvertrag, 56 Prozent beteiligten sich daran.
Die SPD-Bundesvorsitzende erfährt derzeit viel Gegenwind. Die Landesspitze der SPD Baden-Württemberg hatte sie nicht mehr für den Bundesvorstand nominiert, Esken könnte aber vom Bundesvorstand nominiert werden oder auf einem Parteitag kandidieren. Die Parteiführung wird im Juni neu gewählt. Viele in der SPD-Basis wollen nicht, dass Esken leer ausgehen könnte, besonders SPD-Frauen und Parteilinke fordern eine herausgehobene Position auch für sie./vr/DP/zb
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