dpa-AFX  | 
aufrufe Aufrufe: 160

Kiew entlässt Kommandeure wegen verfälschter Lageberichte

KIEW/KUPJANSK (dpa-AFX) - Der ukrainische Generalstab hat zwei hochrangige Offiziere wegen verfälschter Lageberichte aus dem Frontgebiet in der Region Charkiw ihres Postens enthoben. Das bisherige Kommando habe "die reale Lage verschleiert, eine Reihe von Stellungen ging verloren und es wurden Fehler bei der Versorgung von Soldaten begangen", teilte der Generalstab in sozialen Netzwerken mit. Ausgewechselt wurde neben dem Kommandeur der 14. mechanisierten Sonderbrigade auch der Chef des übergeordneten 10. Armeekorps.

play Anhören
share Teilen
feedback Feedback
copy Kopieren
newsletter
font_big Schrift vergrößern
Für dich zusammengefasst:
Hinweis
Das Kiewer Höhlenkloster, ein Wahrzeichen der ukrainischen Hauptstadt.
Quelle: - pixabay.com:

Den Angaben nach handelt es sich um Frontabschnitte östlich des Flusses Oskil bei der Stadt Kupjansk. Mit Booten und Transportdrohnen werde dort die Versorgung der ukrainischen Einheiten sichergestellt, die durch "systematische Luft- und Raketenangriffe des Gegners" auf die Flussübergänge erschwert sei. Gegen die ehemalige Führung der 14. Sonderbrigade seien dienstliche Ermittlungen eingeleitet worden.

Bilder halb verhungerter ukrainischer Soldaten

Tags zuvor hatte die Tochter eines Militärangehörigen mit der Veröffentlichung von Bildern ausgemergelter Soldaten auf die erschwerte Versorgungslage aufmerksam gemacht. "Die Jungs sind ohne Essen und Wasser! Die Kämpfer werden vor Hunger ohnmächtig, trinken Regenwasser", schrieb sie bei Threads. Das Verteidigungsministerium in Kiew reagierte umgehend.

Das Gebiet um die Städte Kupjansk und der über den Oskil liegenden Nachbarstadt Kupjansk-Wuslowyj ist seit Monaten hart umkämpft. Der Kreml hatte bereits die Eroberung von Kupjansk für sich beansprucht, was unter anderem durch Aufnahmen von Präsident Wolodymyr Selenskyj am Ortseingang widerlegt wurde. Immer wieder zurückgewiesen wurde auch die Moskauer Behauptung, dass ukrainische Truppenteile auf dem Ostufer des Oskil faktisch eingeschlossen seien und nicht mehr versorgt werden könnten.

Die Ukraine wehrt sich seit mehr als vier Jahren gegen eine russische Invasion./ast/DP/jha

Hinweis: ARIVA.DE veröffentlicht in dieser Rubrik Analysen, Kolumnen und Nachrichten aus verschiedenen Quellen. Die ARIVA.DE AG ist nicht verantwortlich für Inhalte, die erkennbar von Dritten in den „News“-Bereich dieser Webseite eingestellt worden sind, und macht sich diese nicht zu Eigen. Diese Inhalte sind insbesondere durch eine entsprechende „von“-Kennzeichnung unterhalb der Artikelüberschrift und/oder durch den Link „Um den vollständigen Artikel zu lesen, klicken Sie bitte hier.“ erkennbar; verantwortlich für diese Inhalte ist allein der genannte Dritte.


Weitere Artikel des Autors

Themen im Trend