Der Kanzleramtschef äußerte zugleich die Zuversicht, dass es Union und SPD gelingen werde, die drei Richterstellen im Bundesverfassungsgericht zu besetzen. "Ich bin zuversichtlich, dass wir eine Lösung finden werden." Eine Sondersitzung des Bundestags im Sommer werde es dafür nicht brauchen. Frei betonte: "Klar ist, man muss sich aufeinander zubewegen. Und das bedeutet, dass man eben von Maximalpositionen runterkommen muss."
Union geht auf Vorschlag der Linken nicht ein
Frei lehnte auch die Forderung der Linken ab, ihr ein eigenes Vorschlagsrecht für einen Richter am Bundesverfassungsrecht im Gegenzug dafür zuzugestehen, dass sie den Richter-Vorschlägen von Schwarz-Rot im Bundestag zu einer Zweidrittelmehrheit verhilft. Zu einem entsprechenden Angebot von Linken-Chef Jan van Aken sagte er: "Nein, das kann ich mir nicht vorstellen."
Die Wahl von drei Kandidaten für das Bundesverfassungsgericht war am 11. Juli kurzfristig von der Tagesordnung des Bundestags genommen worden. Grund war der Widerstand innerhalb der Unionsfraktion gegen die SPD-Kandidatin Frauke Brosius-Gersdorf. Entgegen vorherigen Zusagen konnte die Fraktionsspitze der Koalitionspartnerin SPD die Zustimmung für Brosius-Gersdorf nicht mehr garantieren./shy/DP/stw
Hinweis: ARIVA.DE veröffentlicht in dieser Rubrik Analysen, Kolumnen und Nachrichten aus verschiedenen Quellen. Die ARIVA.DE AG ist nicht verantwortlich für Inhalte, die erkennbar von Dritten in den „News“-Bereich dieser Webseite eingestellt worden sind, und macht sich diese nicht zu Eigen. Diese Inhalte sind insbesondere durch eine entsprechende „von“-Kennzeichnung unterhalb der Artikelüberschrift und/oder durch den Link „Um den vollständigen Artikel zu lesen, klicken Sie bitte hier.“ erkennbar; verantwortlich für diese Inhalte ist allein der genannte Dritte.