- In Deutschland gelten künftig strengere Schadstoffgrenzen.
- Unternehmen können bis zu acht Jahre Aufschub erhalten.
- Die EU-Richtlinie muss bis Juli 2026 umgesetzt werden.
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Die bisherige Richtlinie habe bereits für verbesserte Luftqualität in vielen Regionen gesorgt, heißt es im Gesetzesentwurf. Luftverschmutzung sei dennoch weiterhin die häufigste umweltbedingte Ursache für vorzeitige Todesfälle in der EU. "Die überarbeitete Richtlinie setzt nun zusätzliche Anreize, in moderne Umwelttechnik zu investieren", sagte Bundesumweltminister Carsten Schneider (SPD).
Aufschub und höhere Schwellenwerte für Unternehmen
Die Grenzwerte für ausgestoßene Schadstoffe sollen künftig stärker an klimafreundlichere Technologien angepasst werden. Unternehmen, die sich bereits nachweislich mit dem Umstieg beschäftigen, soll bei bestimmten Vorschriften zudem ein Aufschub von bis zu acht Jahren gewährt werden. Das soll verhindern, dass sie noch in fossile Technologien investieren müssen, heißt es im Gesetzesentwurf.
An der Beschleunigung von Verfahren waren laut Schneider auch Länder und auch die Industrie intensiv beteiligt. Durch höhere Schwellenwerte soll es bei Bauvorhaben künftig seltener eine verpflichtende Umweltverträglichkeitsprüfung geben, heißt es im Entwurf. Das soll für schnellere Genehmigungsverfahren sorgen und sei wegen Spielräumen im EU-Recht möglich. Auch an die geplanten Lockerungen von Umweltvorgaben, welche die EU-Kommission im vergangenen Dezember vorgeschlagen hatte, ist der deutsche Gesetzesentwurf laut Ministerium etwa bei den Übergangsfristen bereits angepasst.
Deutschland muss Richtlinie bis Juli umsetzen
Die reformierte Schadstoffrichtlinie der EU war bereits im August 2024 in Kraft getreten, die Frist für die Mitgliedsstaaten zur Umsetzung läuft im Juli 2026 ab. Im Koalitionsvertrag hatten Union und SPD festgehalten, die EU-Richtlinie "so schlank wie möglich" umzusetzen. Im nächsten Schritt befasst sich der Bundestag mit dem Entwurf./nkl/DP/mis
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