Israel wirft türkischem Außenminister 'Aufruf zum Völkermord' vor

dpa-AFX  | 
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Die israelische Flagge.
- pixabay.com

TEL AVIV (dpa-AFX) - Israels Außenminister Gideon Saar hat seinem türkischen Kollegen Hakan Fidan eine "Entmenschlichung des jüdischen Volkes" sowie "Aufruf zum Völkermord" vorgeworfen. Laut einer von Saar auf der Plattform X veröffentlichten Videoübersetzung sagte Fidan in einem Interview mit dem Sender CNN Türk, die israelische Politik und Denkweise seien zu einer Last geworden, die die Menschheit nicht länger ertragen könne. Zudem bezeichnete er demnach Israel als ein Problem für die gesamte Menschheit und forderte internationalen Druck auf das Land.

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Saar bezeichnete auf X die Aussagen als widerwärtig und sprach von einem "Paradebeispiel für Anstiftung zum Völkermord". Die Bezeichnung des jüdischen Volkes als "unerträgliche Last" gleiche einer Entmenschlichung und sei die "klassische, schreckliche Sprache der schlimmsten Vernichtungsregime der Geschichte". Saar rief die zivilisierte Welt und die Nato-Verbündeten auf, den "expliziten Aufruf zur Auslöschung Israels unmissverständlich zu verurteilten".

Anlass für Fidans Äußerung war Israels formelle Anerkennung des Völkermords an den Armeniern (ab 1915). Die türkische Regierung sprach von einem politischen Vergeltungs- und Ablenkungsmanöver. Präsident Recep Tayyip Erdogan sagte laut der staatlichen Nachrichtenagentur Anadolu, Israel versuche, "die eigenen Verbrechen zu vertuschen" und die Türkei mit Verleumdungen zu überziehen./da/DP/stw



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