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Israel sieht Hisbollah als Hindernis für Frieden mit Libanon

TEL AVIV/BEIRUT (dpa-AFX) - Kurz vor Gesprächen zwischen Israel und dem Libanon hat der israelische Außenminister die libanesische Hisbollah als gemeinsamen Feind der beiden verfeindeten Staaten bezeichnet. Die vom Iran unterstützte Miliz sei "das Hindernis für Frieden und Normalisierung der Beziehungen zwischen den Ländern", sagte Gideon Saar nach Angaben seines Büros bei einer Veranstaltung zum 78. Jahrestag der israelischen Staatsgründung. "Wir haben keine gravierenden Meinungsverschiedenheiten mit dem Libanon. Es gibt einige kleinere Grenzstreitigkeiten, die sich beilegen lassen."

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Die israelische Flagge. (Symbolbild)
Quelle: - ©unsplash.com:

Die Hisbollah hat im Libanon eine Art Staat im Staate unter anderem mit parallelem Wirtschaftssystem geschaffen. Saar bezeichnete das Nachbarland deshalb als "gescheiterten Staat" und als "de facto unter iranischer Besatzung durch die Hisbollah". Die Schiitenorganisation bedrohe auch die Zukunft des Libanon. Für eine friedliche Zukunft gebe es deshalb keine andere Möglichkeit, als zusammen gegen die Miliz vorzugehen.

Weitere direkte Gespräche am Donnerstag in Washington

Die Gespräche auf Botschafterebene zwischen Israel und dem Libanon werden israelischen und US-Angaben zufolge am Donnerstag in Washington fortgesetzt. Die zweite Gesprächsrunde wird demnach erneut im US-Außenministerium ausgerichtet. Vor gut einer Woche hatte sich in Washington die libanesische Botschafterin in den USA, Nada Hamadeh Moawad, mit dem israelischen Vertreter in Washington, Jechiel Leiter, getroffen. Es war das erste direkte Gespräch von Repräsentanten beider Länder seit Jahrzehnten.

Israel strebt nach Worten des Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu mit den direkten Verhandlungen ein dauerhaftes Friedensabkommen mit dem Libanon und eine Entwaffnung der Hisbollah an. In der Nacht zum Freitag trat im Libanon eine zehntägige Waffenruhe in Kraft.

Die libanesische Regierung will eine dauerhafte Waffenruhe und einen Abzug der israelischen Soldaten aus dem Süden des Libanons erreichen./cir/DP/nas

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