- Der iranische Präsident ruft zur Heilung der Wunden auf.
- Über 3.000 Menschen kamen bei Unruhen ums Leben.
- Die Lage im Iran bleibt angespannt und konfliktreich.
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"Ich selbst kann nachts nicht mehr schlafen und bin sehr traurig über die bitteren Entwicklungen", sagte der Präsident laut Nachrichtenagentur Isna. Seine Worte in der Wahdat-Halle in der Hauptstadt Teheran stießen nur auf verhaltenen Applaus. Einige Künstler und auch Preisträger hatten aus Solidarität mit den Opfern der Unruhen die Zeremonie boykottiert.
Tausende Tote
Nach offiziellen Angaben kamen bei den Unruhen zwischen Ende Dezember und Anfang Januar über 3.000 Menschen ums Leben. Das Menschenrechtsnetzwerk HRANA mit Sitz in den USA spricht in seinem jüngsten Bericht von über 7.000 Toten. Persischsprachige Sender im Ausland gehen gar von Zehntausenden Toten aus. Sie sollen durch Sicherheitskräfte brutal ermordet worden sein. Die iranische Regierung weist diese Angaben zurück und spricht von ausländischen Söldnern und Terroristen unter den Demonstranten.
Die landesweiten Unruhen sind inzwischen abgeflaut, doch die Lage bleibt weiterhin äußerst angespannt. Neben der desolaten Wirtschaftslage, die Auslöser der Proteste war und weiterhin ungelöst ist, gibt es weiter die Sorge vor einem möglichen militärischen Konflikt mit den Erzfeinden USA und Israel. Eine solche Entwicklung wäre denkbar, falls kürzlich wieder angelaufene Verhandlungen Teherans mit den USA erfolglos bleiben./pey/str/DP/zb
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