Apple und Intel haben sich grundsätzlich darauf verständigt, dass Intel künftig Chips für Apple-Geräte produzieren soll. Das berichten mit dem Vorgang vertraute Personen. Die Verhandlungen liefen seit mehr als einem Jahr, bevor in den vergangenen Monaten eine formelle Vereinbarung zustande kam. Für welche Apple-Produkte Intel konkret fertigen soll, ist noch offen – der Konzern verkauft jährlich mehr als 200 Millionen iPhones sowie Millionen iPads und Mac-Computer.
Die Intel-Aktie haussierte am Freitagabend zweistellig und ging mit einem Plus von mehr als 13 Prozent ins Wochenende. Seit Jahresanfang summiert sich der Kursgewinn schon auf über 230 Prozent.
Hinter dem Deal steckt auch handfeste Politik: US-Handelsminister Howard Lutnick warb in den vergangenen Monaten wiederholt bei Apple-Chef Tim Cook – aber auch bei Elon Musk und Nvidia-CEO Jensen Huang – für eine Zusammenarbeit mit Intel. Mit Erfolg: Alle drei haben inzwischen Partnerschaften mit dem Chipkonzern geschlossen. Präsident Trump persönlich sprach Cook bei einem Treffen im Weißen Haus auf Intel an.
Diese war im vergangenen Sommer entstanden: Die Trump-Regierung wandelte knapp neun Milliarden Dollar (Dollarkurs) an geplanten Bundesfördermitteln in Intel-Aktien um und hält seitdem rund zehn Prozent am Unternehmen. In der Folge zog die Intel-Aktie kräftig an – am Freitag kletterte sie um 7,5 Prozent auf knapp 118 Dollar, ein Rekordhoch.
Der Hintergrund der Annäherung ist für Apple strategisch brisant: Der Konzern ist bei der Chipfertigung bislang fast vollständig auf den taiwanischen Auftragsfertiger TSMC angewiesen. Doch die rasant gestiegene Nachfrage nach KI-Chips – vor allem von Nvidia (Nvidia Aktie) – hat Apples Verhandlungsposition bei TSMC geschwächt. Cook machte bei den letzten beiden Quartalspräsentationen deutlich, dass Lieferengpässe bei fortschrittlichen Chips das iPhone-Geschäft belasten. Für das laufende Quartal erwartet er anhaltende Knappheit, unter anderem beim Mac Mini und Mac Studio.
Intel wiederum kämpft seit Jahren um Anschluss an TSMC und Samsung. Der neue CEO Lip-Bu Tan, der im März 2025 das Ruder übernahm, treibt den Umbau des Unternehmens mit Nachdruck voran: Er holte Top-Personal von TSMC, stärkte das Auftragsfertigungsgeschäft und investiert massiv in den neuesten Fertigungsprozess 14A. Nvidia stieg im September mit fünf Milliarden Dollar bei Intel ein, Elon Musk plant mit Intel eine Chipfabrik in Texas für Tesla, xAI und SpaceX.
Hinweis:
ARIVA.DE veröffentlicht in dieser Rubrik Analysen, Kolumnen und Nachrichten aus verschiedenen Quellen.
Die ARIVA.DE AG ist nicht verantwortlich für Inhalte, die erkennbar von Dritten in den „News“-Bereich
dieser Webseite eingestellt worden sind, und macht sich diese nicht zu Eigen. Diese Inhalte sind insbesondere durch
eine entsprechende „von“-Kennzeichnung unterhalb der Artikelüberschrift und/oder durch den Link
„Um den vollständigen Artikel zu lesen, klicken Sie bitte hier.“ erkennbar; verantwortlich für
diese Inhalte ist allein der genannte Dritte.