Vor allem die gestiegenen Energiepreise bereiten den europäischen Währungshütern Sorgen, die mit 1,71 Prozentpunkten den größten Teil zur gesamten jährlichen Teuerungsrate beisteuerten. Auffällig sind dabei die erheblichen Unterschiede zwischen den europäischen Ländern. Mit einer Inflationsrate von 3,3 Prozent liegt Deutschland sogar noch im unteren Mittelfeld, wohingegen Spanien bei 5,0 Prozent und Griechenland bei 5,1 Prozent liegen.
Eine schnelle Entspannung ist vorerst nicht in Sicht. Die EZB erwartet, dass hohe Energiekosten die Inflation bis Mitte 2027 deutlich über dem Zielwert von zwei Prozent halten. Erst gegen Ende des kommenden Jahres könnte sich die Teuerungsrate wieder dieser Marke annähern. Als wesentlichen Risikofaktor sieht Lagarde den anhaltenden Konflikt im Nahen Osten.
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Bleiben die Energiepreise auf hohem Niveau, könnten sich die höheren Kosten zunehmend auf Lebensmittel, Dienstleistungen und andere Waren auswirken. Bereits im Juni und September erhöhte die EZB ihre Leitzinsen um jeweils 0,25 Prozentpunkte. An den Finanzmärkten rechnen die Marktteilnehmer dennoch mit einem weiteren Zinsschritt im Dezember, der den maßgeblichen Leitzins auf 2,75 Prozent anheben könnte. Sollte es so kommen, würde das risikoreiche Anlagen weniger attraktiv machen, was sich auch entsprechend negativ auf den Bitcoin-Kurs auswirken würde.
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