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Indien gegen die USA: Zölle verdoppelt, doch Investoren wittern die Mega-Chance
Franklin Templeton sieht trotz verdoppelter US-Zölle einen historischen Einstiegszeitpunkt in Indien. Starke Strukturreformen, boomender Finanzsektor und KI-Investitionen könnten das Land zum Börsengewinner machen.
Die jüngste Verdopplung der US-Zölle auf indische Waren hat die Unsicherheit am Subkontinent erhöht. Dennoch sieht Franklin Templeton in Indien attraktive Chancen für Anleger.
"Indiens aktuelles Umfeld könnte für Investoren mit internationaler Ausrichtung ein günstiger Einstiegspunkt sein", erklärte Dina Ting, Leiterin des Global Index Portfolio Management, in einer Analyse.
Ein Teil der US-Zölle schließt bestimmte High-End-Smartphones aus, ein Bereich, in dem Indien seine Rolle als Produktionsstandort deutlich ausgebaut hat. Selbst wenn diese Ausnahme wieder fällt, dürfte Indien laut Franklin Templeton aufgrund hoher Investitionen in die Lieferkette ein zentraler Produzent für den US-Markt bleiben.
Ting verwies auf robuste Fundamentaldaten im Finanzsektor, technologische Investitionen und die wachsende Rolle Indiens in den globalen Lieferketten. Sie erwartet, dass Zölle eher ein temporärer Gegenwind als eine strukturelle Bedrohung bleiben könnten. US-Präsident Donald Trump sei bekannt dafür, handelspolitische Entscheidungen zu revidieren. Die USA machen rund 20 Prozent der indischen Exporte aus.
Premierminister Narendra Modi reagiert mit politischen Reformen, darunter einer Senkung der indischen Waren- und Dienstleistungssteuer, die Ende September greift.
Steuererleichterungen, Infrastrukturprogramme und konsumorientierte Maßnahmen sollen die Inlandsnachfrage ankurbeln. Davon könnten laut Ting insbesondere Konsumgüter, Automobile und Versicherungen profitieren.
Der Internationale Währungsfonds prognostiziert für Indien ein BIP-Wachstum von 6,5 Prozent in den Jahren 2025 und 2026 und bestätigt damit den Status als am schnellsten wachsende große Volkswirtschaft.
Die jüngsten Marktkorrekturen haben die Bewertungen gedrückt: Mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von 24 liegt der MSCI India Index inzwischen fast auf Augenhöhe mit den USA.
Der indische Finanzsektor hebt sich besonders hervor. Der Nifty Financial Services Index erreichte im Juni ein Rekordhoch und legte im ersten Halbjahr um mehr als 15 Prozent zu. Treiber sind robuste Kreditnachfrage, starke Bilanzen und Rekordgewinne im Bankensektor.
Auch im Technologiesektor schreitet Indien voran. Mit milliardenschweren Initiativen will Modi ein eigenes Halbleiter-Ökosystem etablieren. Multinationale Konzerne und ein wachsender Talentpool sollen Indien als Alternative zu China positionieren. Parallel baut die Regierung mit der IndiaAI-Mission eine nationale Infrastruktur für Künstliche Intelligenz auf.
"Indiens Chancen liegen nicht nur im Konsum, sondern auch im Produktions- und Technologiesektor", so Ting. Das Land sei dabei, sich vom reinen Dienstleistungsstandort zu einem wichtigen Knotenpunkt im globalen industriellen Ökosystem zu entwickeln.
Autor: sbh-Redaktion/neb
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