Damit greift Aerodrome ein Problem auf, das DeFi seit Jahren begleitet. Neue Märkte brauchen Liquidität, um für Trader attraktiv zu sein. Diese Liquidität verschwindet jedoch oft wieder, sobald Anreize nachlassen. Aerodrome hatte dieses Problem bislang über Token-basierte Abstimmungen adressiert. Nutzer konnten Anreize auf bestimmte Pools lenken und wurden dafür an den Einnahmen beteiligt.
Predictive Allocation soll diesen Prozess stärker nach vorn ausrichten. Teilnehmer sollen künftig davon profitieren, wenn sie früh erkennen, welche Handelspaare Liquidität benötigen werden. Wer mit seiner Einschätzung richtig liegt, erhält einen größeren Anteil an den Erträgen dieser Märkte.
Aerodrome hofft, damit neue Akteure anzuziehen. Dazu zählen professionelle Trading-Firmen, aber auch KI-Agenten, die Marktdaten fortlaufend auswerten und Kapital dynamisch verschieben können. Cutler beschreibt den Mechanismus als Baustein für eine zunehmend agentenbasierte Onchain-Wirtschaft.
Für Aerodrome geht es dabei nicht nur um die eigene Rolle auf Base. Das Team will für Spot-Märkte eine ähnliche Position einnehmen, wie Hyperliquid sie bei Perpetual Futures aufgebaut hat. Gelingt das Experiment, könnte Predictive Allocation zu einem neuen DeFi-Baustein werden. Märkte würden dann nicht mehr nur Preise finden, sondern selbst entscheiden, wo Kapital künftig gebraucht wird.
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