LUXEMBURG (dpa-AFX) - Das gegen das EU-Land Malta laufende Strafverfahren wegen eines zu hohen Defizits in der Staatskasse wird eingestellt. Darauf verständigten sich die Finanzminister der EU bei einem Treffen in Luxemburg. Die Aufhebung sei gerechtfertigt, da das gesamtstaatliche Defizit erfolgreich und dauerhaft auf unter drei Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) gesenkt wurde, begründeten sie in einer Mitteilung.
Für dich zusammengefasst:
Malta's Verfahren wegen Defizits wird eingestellt.
Defizit wurde auf unter drei Prozent des BIP gesenkt.
Strafverfahren gegen mehrere andere EU-Staaten sind anhängig.
Zuvor hatte die Europäische Kommission vorgeschlagen, das seit 2024 gegen das südeuropäische Land laufende Verfahren aufzuheben. Die Brüsseler Behörde beobachtet, ob die EU-Staaten die strengen Obergrenzen einhalten: Der sogenannte Stabilitäts- und Wachstumspakt schreibt unter anderem vor, dass der Schuldenstand eines Mitgliedstaates 60 Prozent der Wirtschaftsleistung nicht überschreiten darf. Gleichzeitig muss das Haushaltsdefizit unter drei Prozent des Bruttoinlandsprodukts bleiben.
Wegen eines zu hohen Defizits sind derzeit Strafverfahren gegen Österreich, Belgien, Finnland, Frankreich, Ungarn, Italien, Polen, Rumänien und die Slowakei anhängig. Die Eröffnung eines Verfahrens gegen Bulgarien steht im Raum./rdz/DP/zb
Hinweis:
ARIVA.DE veröffentlicht in dieser Rubrik Analysen, Kolumnen und Nachrichten aus verschiedenen Quellen.
Die ARIVA.DE AG ist nicht verantwortlich für Inhalte, die erkennbar von Dritten in den „News“-Bereich
dieser Webseite eingestellt worden sind, und macht sich diese nicht zu Eigen. Diese Inhalte sind insbesondere durch
eine entsprechende „von“-Kennzeichnung unterhalb der Artikelüberschrift und/oder durch den Link
„Um den vollständigen Artikel zu lesen, klicken Sie bitte hier.“ erkennbar; verantwortlich für
diese Inhalte ist allein der genannte Dritte.