KIEL (dpa-AFX) - Das starke Abschneiden der AfD bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt ist für Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther eine "Zäsur für Deutschland". "Erstmals seit Ende des Zweiten Weltkrieges liegt mit der AfD eine Partei, deren Landesverband als gesichert rechtsextrem gilt, nahe an der absoluten Mehrheit", sagte der CDU-Politiker. "Das ist ein erschütternder Moment für unser Land."
Für dich zusammengefasst:
Die AfD erzielt in Sachsen-Anhalt 44,1 bis 44,5 Prozent.
Die CDU folgt mit 18,5 Prozent als zweitstärkste Partei.
Ein neuer Landtag wird in Schleswig-Holstein am 18. April gewählt.
Die Verluste für die CDU in Sachsen-Anhalt seien "dramatisch". Die Gründe habe die ganze Partei zu analysieren und aufzuarbeiten. "Darüber hinaus verlangt dieses Ergebnis von allen demokratischen Parteien eine grundlegende und schonungslose Auseinandersetzung mit der Frage, warum ihnen so viel Misstrauen entgegengebracht wird - und was sich ändern muss, um das Vertrauen wieder zurückzugewinnen", erklärte Günther. "Kleine Korrekturen werden dafür nicht ausreichen."
Die AfD hat ersten Hochrechnungen zufolge in Sachsen-Anhalt ein Ergebnis von 44,1 bis 44,5 Prozent der Stimmen erzielt und liegt damit weit vor der CDU (18,5 Prozent) als zweitstärkster Partei. Die Linke erhält 9,2 bis 9,4 Prozent. Die Grünen liegen bei 8,7 bis 8,9 Prozent. Die SPD kommt auf 8,2 bis 8,8 Prozent.
Der Kandidat der CDU hat laut Günther "trotz schwierigsten politischen Umfelds die Fahne der CDU hochgehalten". Dafür zolle er Respekt. Für die CDU in Schleswig-Holstein sei hingegen sicher: "Wir werden unseren eigenen Weg konsequent weitergehen", betonte der Ministerpräsident. "Gute, verlässliche Regierungsarbeit, ein klarer politischer Kurs und die Nähe zu den Menschen sind die beste Grundlage für Vertrauen in die demokratische Mitte."
In Schleswig-Holstein wird im kommenden Jahr am 18. April ein neuer Landtag gewählt./xil/DP/zb
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