Schwere Vorwürfe gegen Israel stehen im Raum
Brantner wies darauf hin, dass insgesamt mehr als 400 Menschen getötet worden sein sollen beim Versuch, für sich und ihre Familie im Gazastreifen an Lebensmittel zu kommen. "Es stehen schwerwiegende Vorwürfe im Raum, dass Soldaten angewiesen wurden, auf unbewaffnete Menschen in der Nähe von Verteilstellen zu schießen - obwohl keine Bedrohung vorlag."
Nach Angaben des UN-Menschenrechtsbüros in Genf wurden seit Ende Mai mindestens 410 Menschen bei Essensverteilungen getötet. Ein Sprecher erklärte, es habe sich bei diesen Fällen um Angriffe durch die israelischen Streitkräfte gehandelt.
Brantner verlangt Aufklärung
Israel bestreitet die Vorwürfe. Seine Streitkräfte hätten von Schusswaffen nur dann Gebrauch gemacht, wenn für sie eine Bedrohung geherrscht habe. Augenzeugen zufolge schossen israelische Einheiten in vielen Fällen auf unbewaffnete Menschenmengen.
"Diese Vorwürfe müssen dringend aufgeklärt werden und zeigen erneut: Die UN und etablierte humanitäre Akteure müssen endlich sicher und ungehindert ihre Arbeit machen können", sagte Brantner. Es brauche dringend eine Rückkehr zur Waffenruhe und ein Ende der Blockade./hrz/DP/he
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