- Carrefour senkt Gewinnprognose wegen Unruhen in Frankreich.
- Die Aktie fiel in Paris um fast 14 Prozent.
- Fonds auf den CAC 40 spüren den Rückgang stärker.
- Energiekrise als Kurstreiber:
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Nicolas Ebert Die Unruhen in Frankreich erreichen die Supermarktkassen. Carrefour senkt seine Gewinnprognose für 2026 und spricht von einer "beispiellosen Situation in Frankreich".
Die Aktie brach am Mittwoch in Paris zeitweise um fast 14 Prozent Euro ein. Der Handelskonzern hatte seinen Bericht zum dritten Quartal am späten Dienstagabend veröffentlicht.
Carrefour: Krawalle treffen die Kassen
Wegen der sich verschlechternden sozialen Lage und Sicherheit rechnet Carrefour mit schwächerem Konsum und schwierigeren Geschäften in Frankreich. In den vergangenen Tagen gingen Hunderttausende auf die Straße. Sie fordern mehr Geld für öffentliche Dienste und protestieren gegen hohe Lebenshaltungskosten. Am Wochenende plünderten Randalierer Geschäfte und legten Brände in Rathäusern. Unruhen, Plünderungen und Ausgangssperren hätten die Kosten in die Höhe getrieben und den Betrieb in den Filialen gestört, teilte Carrefour mit.
Die Folgen für die Prognose sind deutlich. Die operative Marge soll nur noch um null bis 15 Basispunkte steigen, statt um 25. Beim bereinigten Gewinn je Aktie erwartet Carrefour nun Stillstand oder ein leichtes Plus statt eines hohen einstelligen Wachstums. Der freie Mittelzufluss dürfte leicht sinken. Dabei lief das Quartal bis dahin ordentlich.
Carrefour-Aktie: Jahresplus ausradiert
Der Absturz radiert das gesamte Jahresplus aus. Der Börsenwert schrumpft auf rund zehn Milliarden Euro. Die 15 erfassten Analysten raten im Schnitt zum Übergewichten. Ihr mittleres Kursziel liegt bei 16,87 Euro. Nach der Warnung dürften sie ihre Schätzungen allerdings senken.
Europa-Indexfonds: Kaum ein Kratzer
Für Besitzer breit gestreuter Europa-Fonds bleibt der Schaden gering. In börsengehandelten Indexfonds auf den STOXX Europe 600, etwa von iShares, Amundi oder Xtrackers, macht Carrefour nur 0,07 bis 0,08 Prozent aus.
Stärker spüren es Fonds auf den CAC 40, in denen Carrefour gut 0,6 Prozent wiegt. Am härtesten trifft es Dividendenfonds. Im Deka Euro iSTOXX ex Fin Dividend Plus steckt Carrefour mit 2,33 Prozent. Hier summiert sich der Einbruch auf rund 0,3 Prozentpunkte. Das größere Risiko liegt in Frankreich selbst. Die Unruhen verstärken laut Reuters die Sorgen um die angeschlagenen Staatsfinanzen und das schwache Wachstum des Landes.
Fazit
Carrefour zeigt, wie schnell politische Unruhen auf Unternehmen durchschlagen. Das operative Geschäft läuft solide, doch Frankreich wird zum Risiko. Die niedrige Bewertung und die hohe Dividende bieten einen Puffer. Wer breit über Europa-Indexfonds investiert, spürt den Einbruch dagegen kaum. Die Carrefour-Aktie dürfte aber erst Ruhe finden, wenn sich die Lage in Frankreich beruhigt.
| Strategie | Hebel | |||
| Steigender Kurs |
Call
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5
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10
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20
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| Fallender Kurs |
Put
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5
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