- GDL-Chef Reiß sieht Voraussetzungen für Tarifabschluss.
- Friedenspflicht bis Ende Februar verhindert Streiks.
- GDL fordert Mindestentgelterhöhung von 3,5 Prozent.
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"Jeder sagt jetzt: Es geht wieder los bei der Bahn, die werden bald klappern. Aber an uns wird es nicht liegen." Bis Ende Februar herrscht in der Tarifauseinandersetzung Friedenspflicht. In dieser Zeit kann die GDL keine Streiks durchführen. Insgesamt 14 Verhandlungstage in fünf Runden sind bis dahin angesetzt. Das sei deutlich mehr als bei den derzeit ebenfalls laufenden Tarifgesprächen mit den Wettbewerbsbahnen, betonte Reiß.
"Die Frage ist ja, ob die Bahn sich die Chance gönnt oder ob man Spiele treibt, und das werden wir wahrscheinlich Ende Februar wissen." Er setze aber darauf, dass seine Verhandlungsmannschaft in dem geplanten Zeitraum Ergebnisse erzielen wird. "Deswegen rede ich momentan weder über Eskalation noch rede ich da drüber, ob wir eventuell eine Urabstimmung planen."
Reiß: Es gibt immer die Möglichkeit einer Urabstimmung
Bei der vorigen Tarifrunde unter dem damaligen GDL-Chef Claus Weselsky hatte die Gewerkschaft bereits nach der zweiten Gesprächsrunde die Gespräche für gescheitert erklärt und eine Urabstimmung unter den Mitgliedern über unbefristete Streiks eingeleitet. Diese Möglichkeit stehe der Gewerkschaft immer offen, sagte Weselskys Nachfolger Reiß. Diese müsse aber sehr verantwortungsvoll damit umgehen.
Die Gewerkschaft fordert von der Bahn in den nun beginnenden Tarifgesprächen eine Entgelterhöhung von mindestens 3,5 Prozent. Über Neuordnungen in der Tarifstruktur sollen aber bis zu 8 Prozent mehr Geld herauskommen. So will die GDL etwa eine neue Tarifstufe durchsetzen.
"Wir sind der Meinung, wir brauchen weder einen externen Schlichter noch brauchen wir irgendwo Hilfe. Wir brauchen einen vernünftigen Verhandlungspartner und das ist das Entscheidende", betonte der Vorsitzende. Sollte es bis Ende Februar keine Lösung geben, habe die Bahn und habe Deutschland ein großes Problem./maa/DP/zb
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