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GBP: Keine Zinsänderung, aber trotzdem Überraschungspotential
Eine der wenigen G10-Zentralbanken, bei der in diesem Jahr noch Zinssenkungen folgen dürften, ist die Bank of England. Diese hat in den vergangenen Jahren nur recht vorsichtig die Zinsen gesenkt, was angesichts des hartnäckigen Inflationsdrucks und einer immer noch deutlich über dem Inflationsziel liegenden Kerninflation durchaus verständlich ist. Dennoch sind die bisherigen langsamen Zinssenkungen gar nicht so selbstverständlich, schließlich hat auch die britische Realwirtschaft in den vergangenen Jahren keine Glanzstücke vollbracht. Ein schwieriges Dilemma zwischen hartnäckiger Inflation und schwächelndem Wachstum also, um das die Entscheidungsträger nicht zu beneiden sind.
Bei der heutigen Sitzung dürfte vermutlich noch keine weitere Zinssenkung erfolgen, nachdem die BoE erst im Dezember ihre aufgrund der Budgetvorstellung verschobene Zinssenkung nachgeholt hat und sich üblicherweise mehr Zeit lässt, um die Auswirkungen zu beurteilen. Dennoch dürfte die Entscheidung durchaus spannend werden:
- Zum einen verrät uns das Votum manchmal, wie die Stimmung unter den Entscheidungsträgern bestimmt ist. Der Markt geht von einem 7-2 Votum für unveränderte Zinsen aus (2 Stimmen für eine Zinssenkung), in den vergangenen beiden Jahren gab es beim Votum aber einige Überraschungen. Fällt die Entscheidung knapper aus, dürfte der Markt seine Zinssenkungserwartungen wieder vorziehen und das Pfund leiden.
- Zum anderen werden die neuen Prognosen veröffentlicht, die ersten nach der Budgetvorstellung Ende November. Es dürfte durchaus spannend werden, wie die Entscheidungsträger die Auswirkungen beurteilen. Da in den letzten Monaten die Inflation mehrfach nach unten überrascht hat, dürfte die Inflationsprognose wohl etwas nach unten genommen werden. Die Frage ist nur, wie stark die Korrektur ausfällt. Auch hier besteht daher das Risiko einer Korrektur der Zinserwartungen, sollten die Prognosen den Weg freimachen für ausgeprägtere Zinssenkungen. Dennoch sollten die Prognosen mit einer gewissen Vorsicht genossen werden: Nach der Budgetvorstellung im Oktober 2024 hat die BoE ihre Prognosen im Anschluss deutlich korrigiert (in Richtung höherer Inflation und Wachstum), nur um sie nur drei Monate später wieder einzukassieren.
Nun muss das nicht heißen, dass es auch so kommt. In den vergangenen Jahren war die BoE immer wieder für eine Überraschung in beide Richtungen gut. Wir vermuten aber, dass die Risiken für das Pfund heute asymmetrisch verteilt sind und die Gefahr höher ist, dass wir Anzeichen für weitere Zinssenkungen sehen. Kommt dies auch so, würde das Pfund wohl etwas leiden, nachdem es in den letzten Wochen die Budgetunsicherheit hervorragend abgeschüttelt hat und EUR-GBP wieder ein gutes Stückchen niedriger handelt.
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