Bankman-Fried war im November 2023 von einer Jury in New York in allen sieben Anklagepunkten verurteilt worden. Im Kern ging es um den Betrug an FTX-Kunden, Kreditgebern und Investoren. Die Staatsanwaltschaft bezeichnete das System als wohl größten Finanzbetrug des vergangenen Jahrzehnts und zog Vergleiche zum Ponzi-System von Bernie Madoff.
Bankman-Fried gründete neben der Krypto-Börse FTX auch den Hedgefonds Alameda Research, der eine zentrale Rolle in dem Betrug spielte. Der ehemalige Krypto-Unternehmer wurde zu 25 Jahren Haft verurteilt.
Im September 2024 hatte Bankman-Fried Berufung eingelegt und ein neues Verfahren beantragt. Ein Anwalt des früheren FTX-Chefs kritisierte damals den Umgang des New Yorker Richters Lewis Kaplan mit dem Fall. Bankman-Fried sei daran gehindert worden, bestimmte Beweismittel vorzulegen.
Die drei Richter des Berufungsgerichts wiesen diese Argumentation nun zurück. Bankman-Frieds Darstellung, die Kundengelder seien sicher gewesen und ausreichend Liquidität zur Rückzahlung der Kunden habe bereitgestanden, überzeugte das Gericht nicht.
“Die überwältigende Beweislage im Prozess hat gezeigt, dass Bankman-Fried wissentlich und vorsätzlich in großem Umfang Betrug an FTX-Kunden begangen hat”, hieß es in der Entscheidung. Nach außen habe er Kunden, Investoren und Aufsichtsbehörden versichert, dass die Kundengelder bei FTX sicher seien. Tatsächlich habe er die Krypto-Börse wie seine persönliche Geldquelle genutzt und Kundengelder für Immobilien, politische Spenden und Investments ausgegeben.
Bereits Ende April hatte ein Bundesrichter Bankman-Frieds Antrag auf ein neues Verfahren abgelehnt und zentrale Behauptungen darin als “wild verschwörungsideologisch” bezeichnet.
Bankman-Fried hatte zudem auf eine Begnadigung durch US-Präsident Donald Trump gehofft. Trump erklärte jedoch, dass er derzeit keine Pläne habe, dem früheren FTX-Chef entgegenzukommen.
Währenddessen blicken Anleger gebannt auf den Börsengang von SpaceX. Experten zufolge könnte dieser auch starke Auswirkungen auf Bitcoin haben.
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