- Dutzende freigelassene Palästinenser wohnen in Kairo.
- Rund 250 Palästinenser belegen fast die Hälfte der Zimmer.
- Ihr Aufenthalt wird von Katar oder der Türkei bezahlt.
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Informierten Kreisen zufolge hieß es, dass derzeit rund 250 von Israel freigelassene Palästinenser in dem Hotel wohnten, die fast die Hälfte aller verfügbaren Zimmer belegten. Bezahlt werde ihr Aufenthalt von Katar.
Eine offizielle Bestätigung dafür gab es nicht. Das Hotel-Management äußerte sich nicht zu den Berichten und erklärte auf Nachfrage, keine genaueren Details über die Gäste zu kennen.
Im Rahmen der geltenden Waffenruhe hat Israel rund 1.700 im Gazastreifen festgenommene Palästinenser freigelassen sowie 250 Langzeithäftlinge, die wegen schwerer Straftaten wie Mordes und Beteiligung an blutigen Anschlägen verurteilt worden waren. Einer von ihnen wurde etwa 1989 wegen Vergewaltigung und Mordes an einem 13-Jährigen für schuldig befunden. Ein anderer war 2004 als Drahtzieher von Selbstmordanschlägen in Beerscheva verurteilt worden, bei denen 16 Menschen getötet worden.
Willkommensfeier bei der Ankunft im Hotel
Etwa 150 dieser Verurteilten wurden informierten Kreisen zufolge nach Ägypten gebracht. Sie sollen in dem Hotel wohnen zusammen mit Dutzenden weiteren, die im Zuge der vorigen Waffenruhe im Gaza-Krieg im vergangenen Januar freikamen - offenbar zwischen ahnungslosen Touristen aus aller Welt.
Die britische Boulevardzeitung "Daily Mail" berichtete nach Recherchen in dem Hotel ebenfalls, dass rund 150 der Verurteilten und nun Freigelassenen dort untergekommen seien. Teil der Gruppe soll unter anderem ein ranghohes Hamas-Mitglied sein, das eine Spezialeinheit für Entführungen im militanten Hamas-Flügel gegründet hatte. Die Zeitung veröffentlichte Fotos, die die Männer zwischen anderen Gästen im Restaurant des Hotels und im Garten zeigen sollen. Bei ihrer Ankunft im Hotel seien die Freigelassenen von Freunden und Angehörigen mit einer Willkommensfeier empfangen worden.
Israelische Medien bestätigten einige Details des britischen Berichts ebenfalls. Darin hieß es teilweise, die Türkei zahle den Aufenthalt und nicht Katar. Beide Staaten haben enge Beziehungen zur Hamas, die Jahrzehnte zurückreichen.
Das weitere Schicksal der Freigelassenen ist ungewiss. Informierten Kreisen zufolge haben sie keine Papiere für eine mögliche Ausreise aus Ägypten. Aus Hamas-Kreisen hieß es, derzeit liefen Verhandlungen mit mehreren Staaten darüber, welches Land einige oder alle Männer aufnehmen könnte./jot/DP/he
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