Ex-Kanzlerkandidat Laschet: Ein Kanzlerwechsel wäre extrem schädlich

dpa-AFX  | 
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Das Bundeskanzleramt.
- pixabay.com

BERLIN (dpa-AFX) - Der frühere CDU-Vorsitzende und Kanzlerkandidat der Union, Armin Laschet, hält die Debatte über einen Sturz von Bundeskanzler Friedrich Merz angesichts der Krisenherde in der Welt für vollkommen verfehlt. "Es geht um die Unterstützung der Ukraine in ihrem Verteidigungskampf gegen Russland, den wirtschaftlichen Druck aus China und nicht zuletzt um die europäische Finanzplanung für die nächsten sechs Jahre - mit dem Bundeskanzler als Chefverhandler", sagte der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses im Bundestag dem "Kölner Stadt-Anzeiger". "Ein Kanzlerwechsel aus dem Nichts wäre da extrem schädlich."

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In Europa könne sich überhaupt niemand vorstellen, dass Deutschland jetzt den Kanzler wechsele und in eine Regierungskrise schlittere, sagte Laschet weiter. "Kanzlertausch klingt sehr simpel, als wäre es eine Fernsehshow", sagte Laschet. Den Kanzler wechsele man in Deutschland nicht so leicht aus. Das Grundgesetz gebe ihm eine sehr stabile Stellung. "Es muss schon sehr viel zusammenkommen, bis ein Kanzler gestürzt wird", sagte er.

Gerede schwächt Kanzler zusätzlich

Deswegen finde er das Gerede darüber auch nicht hilfreich, denn es schwäche den Kanzler zusätzlich. Der bevorstehende Sonntag sei "für die demokratische Landschaft in Deutschland und für die CDU ein entscheidender Wahltag", fügte er mit Blick auf die Landtagswahlen in Mecklenburg-Vorpommern und Berlin hinzu.

Umfragen weisen in beiden Ländern auf knappe Rennen hin - im Norden zwischen SPD und AfD, in der Hauptstadt zwischen der Linken und der CDU. In Mecklenburg-Vorpommern kommt die CDU in der Umfrage mit nur noch sechs Prozent der Fünf-Prozent-Hürde bedrohlich nahe. Die Wahlen haben Auswirkungen über beide Länder hinaus: Je nachdem wie die CDU abschneidet, könnte die Debatte über die politische Zukunft von Parteichef und Kanzler Merz erneut Fahrt aufnehmen. Seit Tagen wird darüber debattiert, ob er sich halten kann./hme/DP/zb



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