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Eurozone: Sentix-Konjunkturindex zieht nach Zoll-Schock wieder an

LIMBURG (dpa-AFX) - Die bedachte Reaktion Europas auf die US-Zölle hat die trüben wirtschaftlichen Perspektiven im Euroraum etwas aufgehellt. Der vom Analyseinstitut Sentix erhobene Konjunkturindikator stieg im Mai auf minus 8,1 Punkte, von zuvor minus 19,5 Punkten, wie Sentix am Montag in Limburg mitteilte.

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Die wehende Flagge der EU.
Quelle: - ©unsplash.com:

Analysten hatten mit einem weniger deutlichen Anstieg auf minus 11,5 Punkte gerechnet. Im Einzelnen erholten sich sowohl die Einschätzungen der Lage als auch der Erwartungen in der Eurozone. Letztere notierten nun sogar im positiven Bereich.

"Rolle rückwärts nach der Rolle rückwärts", kommentierten Experten des Analyseinstitutes das Ergebnis der Umfrage unter 1.068 Investoren, davon 206 institutionelle Anleger. Die Befragung wurde vom 1. bis zum 3. Mai durchgeführt. "Einen Monat nach dem massiven Schock, der die Anleger durch die US-Zollpolitik erschütterte und die Sentix-Konjunkturdaten in den freien Fall schickte, lichtet sich der Pulverdampf." Die Anleger hätten die bislang besonnene Reaktion der EU-Kommission auf die US-Zollpolitik goutiert und ihre Konjunktureinschätzungen teils deutlich nach oben korrigiert.

Die Unsicherheitsphase ist Sentix zufolge aber wohl noch nicht beendet. Hauptleidtragende von Trumps Zollpolitik seien die US-Wirtschaft und teilweise die Konjunktur in China und der Schweiz.

An den Finanzmärkten wird die Konjunkturumfrage von Sentix beachtet, weil sie früh im Monat erscheint. Beobachter erhoffen sich Hinweise auf andere Indikatoren wie die ZEW-Konjunkturerwartungen oder das Ifo-Geschäftsklima./la/jsl/stk

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