LONDON (dpa-AFX) - Die Stimmung in den Unternehmen der Eurozone hat sich im April wegen der Folgen des Iran-Kriegs weiter verschlechtert und deutet auf ein Ende des Wachstums hin. Vor allem hohe Kosten für Öl (Rohöl) und Gas sowie die Sorge vor möglichen Lieferengpässen lassen die Firmen pessimistischer in die Zukunft schauen. Der von S&P Global ermittelte Einkaufsmanagerindex fiel um 2,1 Punkte auf 48,6 Punkte, wie S&P am Donnerstag in London nach einer ersten Schätzung mitteilte. Dies ist der tiefste Stand seit 17 Monaten.
Der Stimmungsindikator rutschte unter die Expansionsschwelle von 50 Punkten, was auf ein Schrumpfen der wirtschaftlichen Aktivitäten hindeutet. Der Stimmungsdämpfer ist zudem deutlich stärker als erwartet ausgefallen. Analysten hatten im Schnitt nur einen Rückgang auf 50,1 Punkte erwartet.
In den einzelnen Bereichen der Wirtschaft zeigte sich ein unterschiedliches Bild. Während der Indikator für die Industriebetriebe überraschend gestiegen ist, ist er für den Dienstleistungsbereich unerwartet deutlich unter die Expansionsschwelle gefallen. Die bessere Stimmung in den Industriebetrieben erklärte S&P Global zum Teil mit einem stärkeren Lageraufbau.
"Die Eurozone sieht sich aufgrund des Krieges im Nahen Osten mit konjunkturellen Problemen konfrontiert", sagte Chris Williamson, Chefvolkswirt bei S&P Global. Der Konflikt habe die Wirtschaft im April schrumpfen und gleichzeitig die Inflation sprunghaft ansteigen lassen./jkr/la/stk
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