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EU-Kommissar wirbt für europäische Rüstungsprojekte

BRÜSSEL (dpa-AFX) - EU-Verteidigungskommissar Andrius Kubilius wirbt angesichts des drohenden Scheiterns des europäischen Luftkampfsystems FCAS für mehr gesamteuropäische Rüstungsprojekte. Es brauche neue Instrumente, damit solch wichtigen Projekte viel erfolgreicher würden, sagte Kubilius im Interview des enr-Netzwerks, zu dem auch die Deutsche Presse-Agentur gehört. Die europäische Verteidigungsindustrie sei bislang stark fragmentiert, da die Verteidigungspolitik Zuständigkeit der Mitgliedstaaten sei.

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FCAS steht für "Future Combat Air System" und wäre bei einer Realisierung das größte und teuerste europäische Rüstungsprojekt. Die Gesamtkosten werden auf einen dreistelligen Milliardenbetrag geschätzt. Deutschland, Frankreich und Spanien haben seit Monaten um eine Realisierung des Projekts gerungen. Als Kernproblem hatte Bundeskanzler Friedrich Merz im Februar genannt, dass die Franzosen ein anderes Kampfflugzeug brauchen als die Bundeswehr. Das Luftkampfsystem soll im Verbund mit unbewaffneten und bewaffneten Drohnen fliegen und wäre insofern mehr als ein Kampfflugzeug.

Kubilius sagte, er wolle niemandem die Schuld "für das Scheitern von FCAS" geben. Der litauische Politiker verwies mit Blick auf europäische Projekte auf Vorschläge mehrerer Mitgliedstaaten etwa im Bereich Luftverteidigung. In der Raumfahrt, für die er als Kommissar ebenfalls zuständig ist, seien gemeinsame Projekte wie das Navigationssystem Galileo und das Erdbeobachtungsprogramm Copernicus bereits erfolgreich./wea/DP/jha


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