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Estland: Frau wegen Arbeit für russische Staatsmedien verurteilt

TALLINN (dpa-AFX) - Ein Gericht in Estland hat eine Journalistin wegen Verstoßes gegen internationale Sanktionen und Landesverrats zu einer Haftstrafe von sechs Jahren verurteilt. Die Angeklagte wurde für schuldig befunden, gegen internationale Sanktionen verstoßen zu haben, weil sie für die staatliche russische Medienagentur Rossiya Segodnya (Russland heute) tätig gewesen sei, die von dem auf der EU-Sanktionsliste stehenden Journalisten Dmitri Kisseljow geführt werde. Sie habe mit ihren Beiträgen und Fotos für ein Onlineportal des Staatsmediums einer sanktionierten Person wirtschaftliche Ressourcen verschafft, teilte das für die Hauptstadtregion Tallinn zuständige Gericht mit.

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Auch soll die Estin eine Beziehung zu einem Ausländer, der dem baltischen EU- und Nato-Land feindlich gegenüberstehe, aufgebaut und aufrechterhalten haben. Dabei soll es sich der Mitteilung zufolge um einen Reserveoffizier des russischen Inlandsgeheimdiensts FSB handeln, mit dem sie verschiedene Schriften veröffentlichen sollte, die auf die außen- und sicherheitspolitischen Ziele Russland und dessen Einflussaktivitäten im nahen Ausland ausgerichtet seien. So habe die Journalistin etwa ein Buch verfasst, das im Wesentlichen ein propagandistisches Werk sei und dessen Inhalt Estland diskreditieren sollen habe.

Estland grenzt im Osten an Russland. In dem Baltenstaat lebt eine starke russischstämmige Minderheit./awe/DP/men


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