DroneShield-Aktie mit Verkaufssignal! Was ist jetzt zu tun?

Max Gross Max Gross
Max Gross Max Gross
Max Gross verfügt über langjährige Börsenerfahrung, davon fünf Jahre als Redakteur bei einem der führenden Anlegermagazine Deutschlands. Für ARIVA.DE bereitet er Markt- und Unternehmensentwicklungen fundiert, praxisnah und mit klarem Fokus auf Anlageentscheidungen auf. Sein Schwerpunkt liegt auf US-Aktien, Dividendenwerten und Value-Titeln. Ziel seiner Arbeit ist es, Anlegerinnen und Anlegern relevante Informationen, konkrete Investmentideen und belastbare Impulse für den langfristigen Vermögensaufbau zu liefern. Dafür setzt er auf die Kombination aus technischer und fundamentaler Analyse.

 | 
aufrufe Aufrufe: 3372
A-
A+
Lesemodus
playAudio
playTeilen
Der Chart einer Aktie (Symbolbild).
© deepblue4you / iStock / Getty Images Plus / Getty Images
Be der Aktie des australischen Drohnenabwehrspezialisten DroneShield ist es zu einem technischen Verkaufssignal gekommen. So sollten Anleger jetzt vorgehen.
Für dich zusammengefasst:
Hinweis

DroneShield: Ein bislang enttäuschendes Börsenjahr

Die erste Hälfte des Börsenjahres neigt sich bereits ihrem Ende entgegen. Für die Anteile des bei Anlegerinnen und Anlegern beliebten Drohnenabwehrspezialisten DroneShield aus Down Under war dieses bislang aber nicht von Erfolg geprägt. Die Aktie notiert gegenüber dem Jahresauftakt mit geringfügigen Abschlägen.

Einerseits treiben Wachstumsfantasien und die wachsende Bedeutung von Drohnen und ihrer Abwehr auf dem Gefechtsfeld immer wieder den Kurs, andererseits stellen sich die Australier mit einem intransparenten Managementgebaren immer wieder selbst ein Bein – das lässt selbst Großinvestoren immer erratischer vorgehen, die hier ein- und ausgehen.

Werte aus dem Artikel:
DroneShield Aktie 1,732 € -2,53%

Gewinne am Freitag konnten Verkaufssignal nicht verhindern

In den vergangenen zwei Wochen war die Aktie ein Spielball der Friedenshoffnungen im Nahen Osten. Standen die Zeichen zwischenzeitlich auf eine erneute Eskalation, verdichteten sich zum Wochenende die Anzeichen für einen zeitnahen Friedensschluss.

Das half auch der DroneShield-Aktie, die dank eines Schlussspurts ein kleines Wochenplus ins Ziel rettete. Ein Verkaufssignal konnte trotzdem nicht verhindert werden:

DroneShield-Aktie mit Death Cross

Gegenüber ihren im vergangenen Herbst markierten Allzeithochs befindet sich die DroneShield-Aktie in einem Abwärtstrend. Dem steht ein langfristiger Aufwärtstrend gegenüber, der jedoch zunehmend stark gefährdet ist. Vor allem in den vergangenen Wochen hat sich das Chartbild mit Notierungen unter den gleitenden Durchschnitten erheblich eingetrübt.

Der letzte Ausbruchsversuch über die 50- und 200-Tage-Linie Anfang Mai scheiterte an der Abwärtstrendlinie, was die gegenwärtige Trendrichtung der Aktie zementierte. Zusätzlich belastet wird DroneShield durch fallende technische Indikatoren, welche den Abwärtstrend begleiten und ihm dadurch zusätzliche Nachhaltigkeit verleihen.

Weitere Verluste zu erwarten

Dadurch ist es zu einem Death Cross der gleitenden Durchschnitte und damit zu einem starken Verkaufssignal gekommen. Kurz- und mittelfristig müssen Anlegerinnen und Anleger daher mit weiteren Verlusten der Aktie rechnen. Im Bereich von 2,80 Australischen Dollar (Dollarkurs) (AUD; 1,70 Euro) liegt zwar noch eine Unterstützungslinie, allerdings spricht insbesondere der Trendstärkeindikator MACD dafür, dass diese nicht verteidigt werden kann.

Dieser liegt sowohl unter seiner Null- als auch seiner Signallinie, was einen an Fahrt gewinnenden Abwärtstrend der Aktie anzeigt. Diese könnte in den kommenden Wochen bis 2,00 AUD (1,22 Euro) zurückfallen, wo die nächste Unterstützung liegt.

Wenige Indizien für eine Trendwende

Im Relative-Stärke-Index (RSI) liegen nach zwischenzeitlich überverkauften Niveaus kurzfristige bullishe Divergenzen vor. Die sind allerdings so schwach ausgeprägt, dass Anlegerinnen und Anleger nicht damit rechnen sollten, dass sich diese bereits gegen den insgesamt schwachen Trend durchsetzen können.

Die Erholung vom Freitag deutet zwar die Möglichkeit weiterer Kursgewinne an, das Wahrscheinlichste ist jedoch, dass es in diesem Fall zu einem Abprallen am Clusterwiderstand gebildet aus Abwärtstrend- und Durchschnittslinien kommt. Erst ein nachhaltiger Ausbruch über etwa 3,60 AUD (2,19 Euro) würde für eine dauerhafte Trendwende und neue Anstiegsmöglichkeiten sprechen.

12.06.26 - ARIVA.DE Redaktion

Fazit: Abwarten ist jetzt die beste Option

Nach den Verlusten der vergangenen Wochen ist es bei der DroneShield-Aktie mit einem Death Cross zu einem technisch markanten Verkaufssignal gekommen. Dieses trifft auf ein insgesamt schwach einzuschätzendes Chartbild, was zu weiteren Verlusten führen dürfte. Gleichzeitig sind die Indizien für eine mögliche Gegenreaktion oder gar Trendwende gegenwärtig nur schwach ausgeprägt.

Für Anlegerinnen und Anleger bedeutet das, sich aktuell von der Aktie fernzuhalten. Neue Einstiegsmöglichkeiten bestehen entweder nach einer Bodenbildung im Bereich von 2,00 AUD oder nach einem prozyklischen Anstieg über 3,60 AUD, sofern dieser mindestens auf Wochenschlusskursbasis erfolgt ist. Bereits investierte Anlegerinnen und Anleger müssen sich hingegen auf eine weiter zähe Kursentwicklung einstellen.

Autor: ARIVA.DE Redaktion/Max Gross


Dein Kommentar zum Artikel im Forum

Jetzt anmelden und diskutieren Registrieren Login

Hinweis: ARIVA.DE veröffentlicht in dieser Rubrik Analysen, Kolumnen und Nachrichten aus verschiedenen Quellen. Die ARIVA.DE AG ist nicht verantwortlich für Inhalte, die erkennbar von Dritten in den „News“-Bereich dieser Webseite eingestellt worden sind, und macht sich diese nicht zu Eigen. Diese Inhalte sind insbesondere durch eine entsprechende „von“-Kennzeichnung unterhalb der Artikelüberschrift und/oder durch den Link „Um den vollständigen Artikel zu lesen, klicken Sie bitte hier.“ erkennbar; verantwortlich für diese Inhalte ist allein der genannte Dritte.

Themen im Trend