dpa-AFX  | 
aufrufe Aufrufe: 77

DGB warnt Regierung vor Abbau von Schutzrechten

BERLIN (dpa-AFX) - Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) hat skeptisch auf Reformankündigungen von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) reagiert. Viele Menschen hätten den Eindruck, dass hinter den Reformen am Ende des Tags Einschnitte und Kürzungen stünden, "die aus unserer Sicht einseitige Belastung und Abbau von Schutzrechten bedeuten", sagte DGB-Chefin Yasmin Fahimi auf dem DGB-Bundeskongress an Merz gerichtet.

play Anhören
share Teilen
feedback Feedback
copy Kopieren
newsletter
font_big Schrift vergrößern
Für dich zusammengefasst:
Hinweis

Viele in den Gewerkschaften würden erleben, dass die für die Wirtschaftsbeziehungen in Deutschland grundlegende Sozialpartnerschaft "nicht mehr so richtig funktioniert und wir immer mehr in Konflikte reingetrieben werden", sagte Fahimi.

"Nicht in Zeiten vor 1918 zurück"

Ausdrücklich warnte die DGB-Chefin vor einer geplanten Änderung beim Arbeitszeitgesetz. "Wir wollen nicht zurückgeworfen werden in Zeiten von vor 1918." Damals war der Acht-Stunden-Tag eingeführt worden. Es gehe nicht darum, "dass wir einen starren Acht-Stunden-Tag in den Betrieben hätten", sondern darum, dass das, was an Flexibilität gebraucht und gewünscht sei, "in gegenseitigen Interessenabwägungen zwischen betrieblichen Interessen und Beschäftigteninteressen verbindlich geregelt werden muss".

Kritisch äußerte sich Fahimi zur geplanten Rentenreform. Merz hatte zuvor umfassende Reformen angekündigt und bekräftigt, dass kapitalgedeckte Vorsorge einen größeren Stellenwert einnehmen solle. "Das härteste Brett wird sicherlich die Reform der gesetzlichen Rentenversicherung sein", sagte er.

"Wir haben das schon bezahlt"

Fahimi entgegnete mit Blick auf vergangene Reformen, es sei schon einmal versprochen worden, die Vorsorge inklusive privater und betrieblicher Säule der Alterssicherung abzusichern. "Das Zielbild ist bis heute nicht eingehalten", sagte Fahimi. "Wir haben das schon bezahlt mit der Erhöhung des Renteneintrittsalters, der Abschaffung der Altersteilzeit, der Absenkung des Rentenniveaus."/bw/DP/men

Hinweis: ARIVA.DE veröffentlicht in dieser Rubrik Analysen, Kolumnen und Nachrichten aus verschiedenen Quellen. Die ARIVA.DE AG ist nicht verantwortlich für Inhalte, die erkennbar von Dritten in den „News“-Bereich dieser Webseite eingestellt worden sind, und macht sich diese nicht zu Eigen. Diese Inhalte sind insbesondere durch eine entsprechende „von“-Kennzeichnung unterhalb der Artikelüberschrift und/oder durch den Link „Um den vollständigen Artikel zu lesen, klicken Sie bitte hier.“ erkennbar; verantwortlich für diese Inhalte ist allein der genannte Dritte.


Weitere Artikel des Autors

Themen im Trend